Geprüfte Abrechnung · Hannover
Die Hausmeisterkosten haben sich in einem Jahr mehr als verdreifacht
Innerhalb eines Jahres haben sich die Hausmeisterkosten in der Abrechnung mehr als verdreifacht. Der Grund: zusätzliche, nicht umlagefähige Kosten waren in der Position versteckt.
- Abrechnungsjahr
- 2025
- Gefordert
- 378,35 €
- Nach Prüfung
- 243,50 €
- Gefundene Fehler
- 1
4. September 2026 · 134,85 € weniger Nachzahlung
Im Zuge der Prüfung einer Nebenkostenabrechnung aus Hannover fiel uns eine einzelne Position auf: Die Hausmeisterkosten waren gegenüber dem Vorjahr um 236 % gestiegen, bei gleicher Wohnfläche und unverändertem Verteilerschlüssel. Ein Wert, der sich mit normalen jährlichen Preisanpassungen nicht erklären ließ. Die Belegeinsicht zeigte, warum.

Fehler
Nicht umlagefähige Kosten in der Hausmeister-Position versteckt
134,85 Euro
Ein Teil des Anstiegs waren zusätzliche Kosten, die nicht zu den laufenden, umlagefähigen Hausmeistertätigkeiten zählen und daher nicht auf Mieter umgelegt werden dürfen. Nach Abzug entspricht der verbleibende Betrag wieder genau dem Vorjahreswert von 57,09 €.
Rechtsgrundlage: § 2 BetrKV; § 556 Abs. 3 BGB (Wirtschaftlichkeitsgebot)
Nach der Prüfung
Auffällig wurde es erst im Vorjahresvergleich – für sich betrachtet wirkte die Position plausibel.
Häufige Fehlerquelle
Warum ein Sprung wie dieser selten allein am Preis liegt
Hausmeisterdienste passen ihre Preise in der Regel nur moderat an. Ein Sprung um ein Vielfaches erklärt sich damit fast nie durch reine Preissteigerung — meist stecken zusätzliche, separat abgerechnete Leistungen mit in der Position.
Was das Wirtschaftlichkeitsgebot bedeutet
Vermieter müssen bei Betriebskosten auf ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis achten. Ein Kostensprung ist zwar kein automatischer Fehler, aber ein triftiger Grund, die Belege genau zu prüfen.
Nicht nur hier
Kein Einzelfall
In einem anderen von uns geprüften Fall steckte in derselben Betriebskostenart eine komplette Reparaturrechnung – nur fiel es dort erst beim Stundennachweis auf, nicht am Kostensprung.
Ist deine Hausmeister-Position plötzlich viel teurer?
Wir prüfen, was tatsächlich in der Position steckt – und ob alles umlagefähig ist.