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Mietminderung · Stand Oktober 2026

Mietminderungstabelle 2026Wie viel Miete du bei welchem Mangel mindern kannst

65 Mängel von Schimmel bis Heizungsausfall, mit den Quoten, die Gerichte in 138 Entscheidungen angenommen haben. Dazu ein Rechner für deinen Betrag und ein kostenloses Schreiben an deinen Vermieter.

138 Gerichtsentscheidungen Musterschreiben als PDF und Word Aus Mietersicht erklärt

Das Wichtigste in Kürze

  • Hat deine Wohnung einen erheblichen Mangel, ist die Miete automatisch gemindert (§ 536 BGB) — beantragen musst du nichts, anzeigen aber schon.
  • Berechnet wird die Minderung von der Bruttomiete, also Kaltmiete plus Nebenkosten.
  • Die Tabelle zeigt 40 Mängel, bei denen Gerichte eine Minderung angenommen haben, und 25 Fälle, in denen sie es abgelehnt haben.
  • Die Quoten sind Orientierung: Am Ende zählen Ausmaß und Dauer des Mangels in deiner Wohnung.
  • Wer unsicher ist, zahlt die volle Miete unter Vorbehalt — so riskierst du keinen Mietrückstand und kannst später zurückfordern.
Inhalt
  1. 1. Rechner: Mietminderung berechnen
  2. 2. Mietminderungstabelle nach Mängeln
  3. 3. Wann darfst du die Miete mindern?
  4. 4. Wie hoch ist die Minderung?
  5. 5. So gehst du vor: in 5 Schritten
  6. 6. Wann es keine Minderung gibt
  7. 7. Kostenloses Schreiben an den Vermieter
  8. 8. Häufige Fragen
Phil und Johann, die Gründer von nebify

Von Phil & Johann, Gründer von nebify — Nebenkostenabrechnungen, geprüft von Menschen und Software.

Zuletzt aktualisiert am 05.10.2026

Mietminderungstabelle

Mängel, Minderungsquoten und Urteile

Suche deinen Mangel, sieh dir an, was Gerichte entschieden haben, und rechne aus, was das für deine Miete bedeutet.

Mietminderung berechnen

Wähle unten einen Mangel aus der Tabelle oder gib den Prozentsatz selbst ein.

Weniger Miete pro Monat

–

Für 1 Monat(e) zusammen

–

Orientierung, keine Garantie: Wie hoch die Minderung im Einzelfall ist, hängt von Ausmaß und Dauer des Mangels ab. Zahle im Zweifel unter Vorbehalt, statt zu viel einzubehalten.

Heizung & Warmwasser

  • Heizung fällt im Winter komplett aus

    70–100 %

    Je kälter und je länger, desto höher. Bei völligem Ausfall in der Heizperiode sprechen Gerichte oft den größten Teil der Miete ab.

    4 Gerichtsentscheidungen
    • LG Hamburg, Urteil vom 15.05.1975 · 7 O 80/74
    • LG Berlin, Urteil vom 10.01.1992 · 64 S 291/91
    • LG Berlin, Urteil vom 20.10.1992 · 65 S 70/92
    • LG Berlin, Beschluss vom 18.08.2002 · 67 T 70/02
    Schreiben an Vermieter
  • Laute Geräusche der Heizungsanlage

    0–75 %

    Die Spanne ist groß: entscheidend ist, wie laut, wie oft und zu welcher Tageszeit.

    4 Gerichtsentscheidungen
    • LG Mannheim, Urteil vom 23.11.1977 · 4 S 95/77
    • AG Hamburg, Urteil vom 08.01.1987 · 49 C 836/86
    • LG Hannover, Urteil vom 15.04.1994 · 9 S 211/93
    • AG Hannover, Urteil vom 01.10.2014 · 412 C 8478/13
    Schreiben an Vermieter
  • Heizung defekt außerhalb der Heizperiode, aber ungewöhnlich kalt

    50 %
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Villingen-Schwenningen, Urteil vom 03.09.2015 · 11 C 243/14
    Schreiben an Vermieter
  • Wohnung lässt sich nicht ausreichend heizen, Heizung nicht regulierbar

    20 %
    2 Gerichtsentscheidungen
    • AG Kerpen, Urteil vom 05.11.1987 · 6 C 249/85
    • AG Köln, Urteil vom 13.04.2012 · 201 C 481/10
    Schreiben an Vermieter
  • Warmwasser fällt zeitweise aus

    10–15 %
    2 Gerichtsentscheidungen
    • AG Rendsburg, Urteil vom 11.03.1988 · 3 C 551/87
    • LG Berlin, Beschluss vom 04.06.1993 · 64 T 69/93
    Schreiben an Vermieter

Wasser & Sanitär

  • Toilette verstopft und nicht benutzbar

    bis 50 %
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Hannover, Urteil vom 10.10.2008 · 559 C 3475/08
    Schreiben an Vermieter
  • Legionellen im Trinkwasser

    0–25 %

    Es kommt auf die Belastung an: Bei hoher Konzentration hat das AG Dresden 25 % angenommen.

    2 Gerichtsentscheidungen
    • AG Dresden, Urteil vom 11.11.2013 · 148 C 5353/13
    • AG München, Urteil vom 25.06.2014 · 452 C 2212/14
    Schreiben an Vermieter
  • Leitungswasser rostig verfärbt

    10–20 %
    2 Gerichtsentscheidungen
    • AG Köln, Urteil vom 27.02.1980 · 211 C 3195/79
    • AG Görlitz, Urteil vom 15.05.1997 · 3 C 1347/96
    Schreiben an Vermieter
  • Abwasser drückt aus der Toilette zurück

    5 %
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Schöneberg, Urteil vom 31.10.1990 · 5 C 72/90
    Schreiben an Vermieter

Feuchtigkeit & Schimmel

  • Trocknungsgeräte laufen nach einem Wasserschaden

    80–100 %
    2 Gerichtsentscheidungen
    • LG Frankfurt am Main, Urteil vom 12.09.1995 · 2/11 S 147/95
    • AG Schöneberg, Urteil vom 10.04.2008 · 109 C 256/07
    Schreiben an Vermieter
  • Schimmel in Wohnräumen (nicht vom Mieter verursacht)

    10–50 %

    Maßgeblich sind Umfang, betroffene Räume und Gesundheitsgefahr. Hat der Mieter den Schimmel selbst verursacht (z. B. falsches Lüften), gibt es keine Minderung.

    6 Gerichtsentscheidungen
    • AG Gotha, Urteil vom 24.03.2003 · 2 C 116/02
    • LG Hamburg, Urteil vom 31.01.2008 · 307 S 144/07
    • AG Norderstedt, Urteil vom 18.12.2009 · 42 C 561/08
    • LG Berlin, Urteil vom 22.10.2010 · 63 S 690/09
    • LG Konstanz, Urteil vom 20.12.2012 · 61 S 21/12 A
    • AG Tempelhof-Kreuzberg, Urteil vom 19.10.2015 · 20 C 234/13
    Schreiben an Vermieter
  • Feuchte Wände durch ein undichtes Abflussrohr

    25 %
    1 Gerichtsentscheidung
    • LG Düsseldorf, Urteil vom 02.11.1994 · 24 S 242/94
    Schreiben an Vermieter
  • Feuchter Keller im Altbau

    keine Minderung

    Im Altbau gilt ein feuchter Keller meist als üblich — es sei denn, im Vertrag ist etwas anderes zugesagt.

    3 Gerichtsentscheidungen
    • AG München, Urteil vom 11.06.2010 · 461 C 19454/09
    • AG Ansbach, Urteil vom 05.02.2013 · 2 C 2268/11
    • LG Dresden, Urteil vom 17.06.2014 · 4 S 4/14
  • Schimmel, den der Mieter selbst verursacht hat

    keine Minderung
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Schöneberg, Urteil vom 30.10.2014 · 102 C 194/13
  • Vereinzelte Silberfischchen in Bad oder Küche

    keine Minderung
    1 Gerichtsentscheidung
    • LG Lüneburg, Urteil vom 25.06.1998 · 4 S 394/97

Lärm, Gerüche & Nachbarn

  • Erheblicher Lärm durch Nachbarn

    10–50 %

    Ein Lärmprotokoll (Datum, Uhrzeit, Dauer, Art) hilft. Der BGH verlangt aber keine minutengenauen Aufzeichnungen, eine konkrete Beschreibung genügt.

    4 Gerichtsentscheidungen
    • AG Braunschweig, Urteil vom 03.08.1989 · 113 C 168/89
    • LG Chemnitz, Vergleich vom 07.10.1993 · 6 S 3680/93
    • AG Bergheim, Urteil vom 11.07.2012 · 23 C 147/12
    • LG Berlin, Urteil vom 06.02.2015 · 63 S 236/14
    Schreiben an Vermieter
  • Ruhestörung durch Prostitution in der Nachbarwohnung

    20 %
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Wiesbaden, Urteil vom 10.02.1998 · 92 C 3285/97
    Schreiben an Vermieter
  • Nachbar musiziert häufig und laut

    5–20 %
    2 Gerichtsentscheidungen
    • AG Düsseldorf, Urteil vom 11.07.1988 · 20 C 79/87
    • LG Berlin, Urteil vom 15.03.2011 · 65 S 59/10
    Schreiben an Vermieter
  • Zigarettenrauch zieht aus Nachbarwohnungen herein

    0–20 %
    10 Gerichtsentscheidungen
    • LG Stuttgart, Urteil vom 27.05.1998 · 5 S 421/97
    • AG Wennigsen, Urteil vom 14.09.2001 · 9 C 156/01
    • AG Charlottenburg, Urteil vom 17.03.2008 · 211 C 3/07
    • LG Berlin, Urteil vom 07.10.2008 · 65 S 124/08
    • LG Berlin, Urteil vom 03.03.2009 · 63 S 470/08
    • AG Kerpen, Urteil vom 28.04.2010 · 110 C 212/09
    • AG Hamburg-St. Georg, Urteil vom 02.11.2010 · 920 C 286/09
    • LG Hamburg, Urteil vom 15.06.2012 · 311 S 92/10
    • LG Berlin, Urteil vom 30.04.2013 · 67 S 307/12
    • AG Lübeck, Urteil vom 15.10.2013 · 27 C 1549/13
    Schreiben an Vermieter
  • Übermäßiges Hundegebell im Haus

    0–10 %
    3 Gerichtsentscheidungen
    • AG Düren, Urteil vom 30.08.1989 · 8 C 724/88
    • AG Hamburg, Urteil vom 06.03.2005 · 49 C 165/05
    • BGH, Urteil vom 20.06.2012 · VIII ZR 268/11
    Schreiben an Vermieter
  • Prostitution im Haus ohne konkrete Belästigung

    0–10 %
    3 Gerichtsentscheidungen
    • LG Berlin, Urteil vom 04.03.2008 · 65 S 131/07
    • LG Berlin, Urteil vom 21.04.2008 · 63 S 210/07
    • BGH, Urteil vom 26.09.2012 · XII ZR 122/11
    Schreiben an Vermieter
  • Trittschall wegen schlechter Schalldämmung

    5 %
    1 Gerichtsentscheidung
    • LG Hannover, Urteil vom 15.04.1994 · 9 S 211/93
    Schreiben an Vermieter
  • Gelegentlicher Kinderlärm aus der Nachbarwohnung oder vom Spielplatz

    keine Minderung

    Normaler Kinderlärm gilt als sozialadäquat und ist hinzunehmen.

    4 Gerichtsentscheidungen
    • AG Hannover, Urteil vom 30.05.1984 · 523 C 4320/84
    • AG Spandau, Urteil vom 10.07.2007 · 7 C 162/07
    • AG Hamburg-Bergedorf, Urteil vom 11.11.2008 · 409 C 285/08
    • AG Frankfurt am Main, Urteil vom 13.03.2009 · 33 C 2368/08
  • Kinderlärm im Treppenhaus beim Kommen und Gehen

    keine Minderung
    1 Gerichtsentscheidung
    • LG München I, Urteil vom 24.02.2005 · 31 S 20796/04
  • Nachbar schnarcht hörbar

    keine Minderung
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Bonn, Urteil vom 25.03.2010 · 6 C 598/08
  • Essensgerüche aus anderen Wohnungen

    keine Minderung
    2 Gerichtsentscheidungen
    • AG Hamburg, Urteil vom 21.09.1992 · 643 C 230/92
    • LG Essen, Urteil vom 23.09.1999 · 10 S 491/98
  • Katzen im Haus bei eigener Katzenhaarallergie

    keine Minderung
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Bad Arolsen, Urteil vom 08.03.2007 · 2 C 18/07

Bauarbeiten & Gerüst

  • Massive Beeinträchtigung durch Dachgeschossausbau im Haus

    60–80 %
    2 Gerichtsentscheidungen
    • AG Hamburg, Urteil vom 16.01.1987 · 44 C 1605/86
    • LG Hamburg, Urteil vom 11.01.1996 · 307 S 135/95
    Schreiben an Vermieter
  • Baulärm von außen (Nachbargrundstück, Straße)

    15–20 %

    War die Baustelle bei Vertragsschluss nicht absehbar, kommt eine Minderung in Betracht. Vorhersehbare Bauarbeiten oder Lärm, gegen den auch der Vermieter nichts tun kann, führen oft zu keiner Minderung (siehe unten).

    3 Gerichtsentscheidungen
    • LG Berlin, Urteil vom 13.01.2004 · 64 S 334/03
    • LG Berlin, Urteil vom 13.03.2013 · 65 S 321/11
    • LG Berlin, Urteil vom 16.06.2016 · 67 S 76/16
    Schreiben an Vermieter
  • Gerüst und Bauarbeiten am Haus

    5–20 %
    2 Gerichtsentscheidungen
    • LG Berlin, Urteil vom 12.04.1994 · 63 S 439/93
    • AG Wiesbaden, Urteil vom 25.06.2012 · 93 C 2696/11
    Schreiben an Vermieter
  • Baugerüst nimmt Licht und Sicht

    10–15 %
    2 Gerichtsentscheidungen
    • AG Mainz, Urteil vom 28.11.1996 · 10 C 49/96
    • KG Berlin, Urteil vom 08.01.2001 · 8 U 5875/98
    Schreiben an Vermieter
  • Gerüst verdunkelt nur Küche und Speisekammer

    keine Minderung
    1 Gerichtsentscheidung
    • LG Berlin, Urteil vom 31.10.2006 · 63 S 194/06
  • Bauarbeiten, die bei Einzug absehbar waren

    keine Minderung

    Wer bei Vertragsschluss von einer Baustelle wusste oder sie erwarten musste, kann wegen des damit verbundenen Lärms meist nicht mindern.

    9 Gerichtsentscheidungen
    • OLG München, Urteil vom 26.03.1993 · 21 U 6002/92
    • KG Berlin, Urteil vom 03.06.2002 · 8 U 74/01
    • LG Berlin, Urteil vom 09.11.2007 · 63 S 155/07
    • LG Gießen, Urteil vom 15.12.2010 · 1 S 210/10
    • LG Berlin, Urteil vom 10.02.2012 · 63 S 206/11
    • LG Berlin, Urteil vom 17.09.2012 · 63 S 208/12
    • LG Berlin, Urteil vom 11.03.2013 · 67 S 465/12
    • AG Charlottenburg, Urteil vom 17.10.2013 · 202 C 180/13
    • LG Berlin, Hinweisbeschluss vom 27.02.2014 · 67 S 476/13

Ungeziefer & Schmutz

  • Hundekot und -urin im Treppenhaus

    20 %
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Münster, Urteil vom 22.06.1995 · 8 C 749/94
    Schreiben an Vermieter
  • Ungezieferbefall in der Wohnung

    10 %
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Bonn, Urteil vom 08.02.1985 · 6 C 277/84
    Schreiben an Vermieter
  • Taubendreck an Balkon, Fenster oder Hauseingang

    0–10 %
    3 Gerichtsentscheidungen
    • AG Hamburg, Urteil vom 06.01.1988 · 40 a C 2574/87
    • AG Altenburg, Urteil vom 28.01.2005 · 5 C 857/04
    • AG München, Urteil vom 11.06.2010 · 461 C 19454/09
    Schreiben an Vermieter
  • Mülltonnen ständig überfüllt

    5 %
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Potsdam, Urteil vom 09.03.1995 · 26 C 406/94
    Schreiben an Vermieter
  • Verdreckter Innenhof mit Ratten

    2 %
    1 Gerichtsentscheidung
    • LG Berlin, Urteil vom 16.02.1999 · 64 S 356/98
    Schreiben an Vermieter
  • Verschmutztes Treppenhaus (z. B. durch Bauarbeiten)

    2 %
    1 Gerichtsentscheidung
    • LG Berlin, Urteil vom 12.04.1994 · 63 S 439/93
    Schreiben an Vermieter
  • Gelegentlich einzelne Ameisen

    keine Minderung
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Köln, Urteil vom 06.04.1998 · 213 C 548/97
  • Graffiti im Treppenhaus

    keine Minderung
    1 Gerichtsentscheidung
    • LG Berlin, Urteil vom 05.10.2010 · 63 S 619/09

Wohnung & Ausstattung

  • Strom fällt in der ganzen Wohnung aus

    100 %
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Neukölln, Urteil vom 20.10.1987 · 15 C 23/87
    Schreiben an Vermieter
  • Wohnung nach Brand unbewohnbar

    100 %
    1 Gerichtsentscheidung
    • LG Frankfurt am Main, Urteil vom 12.09.1995 · 2/11 S 147/95
    Schreiben an Vermieter
  • Wohnfläche mehr als 10 % kleiner als im Mietvertrag

    ab 10 %

    Die Minderung entspricht in der Regel der prozentualen Abweichung. Auch eine „ca.“-Angabe gilt — es sei denn, der Vertrag stellt klar, dass die Fläche nicht verbindlich ist.

    3 Gerichtsentscheidungen
    • BGH, Urteil vom 24.03.2004 · VIII ZR 295/03
    • BGH, Urteil vom 10.03.2010 · VIII ZR 144/09
    • BGH, Urteil vom 02.03.2011 · VIII ZR 209/10
    Schreiben an Vermieter
  • Wohnungstür lässt sich nicht abschließen

    25 %
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Potsdam, Urteil vom 09.03.1995 · 26 C 406/94
    Schreiben an Vermieter
  • Aufzug fällt aus (obere Etagen)

    3–20 %

    Je höher die Wohnung, desto mehr: Für eine Wohnung im 10. Stock hat das AG Berlin-Mitte 20 % angenommen.

    5 Gerichtsentscheidungen
    • AG Bremen-Blumenthal, Urteil vom 04.12.1986 · 10 C 300/86
    • AG Berlin-Mitte, Urteil vom 19.04.2007 · 10 C 24/07
    • AG Nürnberg, Urteil vom 24.10.2012 · 28 C 4478/12
    • AG Tempelhof-Kreuzberg, Urteil vom 15.01.2014 · 2 C 207/13
    • AG Schöneberg, Urteil vom 26.08.2015 · 104 C 85/15
    Schreiben an Vermieter
  • Zugluft durch undichte Fenster

    0–15 %
    3 Gerichtsentscheidungen
    • LG Karlsruhe, Urteil vom 23.09.2005 · 9 S 157/05
    • AG Brandenburg a. d. Havel, Urteil vom 28.06.2013 · 31 C 279/11
    • AG Villingen-Schwenningen, Urteil vom 03.09.2015 · 11 C 243/14
    Schreiben an Vermieter
  • Asbesthaltige Bauteile ohne konkrete Gesundheitsgefahr

    0–15 %
    5 Gerichtsentscheidungen
    • AG München, Urteil vom 14.09.2001 · 433 C 9149/01
    • LG München I, Urteil vom 18.02.2004 · 15 S 19508/01
    • LG Berlin, Urteil vom 03.12.2010 · 63 S 42/10
    • LG Berlin, Urteil vom 13.05.2015 · 18 S 140/14
    • LG Berlin, Beschluss vom 29.09.2015 · 63 S 112/15
    Schreiben an Vermieter
  • Knarrende Dielen im Altbau

    0–10 %
    2 Gerichtsentscheidungen
    • AG Neukölln, Urteil vom 19.11.1991 · 8 C 385/91
    • AG Köpenick, Urteil vom 26.11.1998 · 2 C 305/98
    Schreiben an Vermieter
  • Briefkastenschloss defekt

    1 %
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Mainz, Urteil vom 06.05.1996 · 8 C 98/96
    Schreiben an Vermieter
  • Briefkastenschlitz zu klein

    0,5 %
    1 Gerichtsentscheidung
    • LG Berlin, Urteil vom 11.05.1990 · 29 S 20/90
    Schreiben an Vermieter
  • Fläche kleiner, aber im Vertrag ausdrücklich unverbindlich

    keine Minderung
    1 Gerichtsentscheidung
    • BGH, Urteil vom 10.11.2010 · VIII ZR 306/09
  • Falsche Größe nur in der Wohnungsanzeige

    keine Minderung
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG München, Urteil vom 10.08.2010 · 424 C 7097/09
  • Einer von zwei Aufzügen fällt aus

    keine Minderung

    Entschieden für Gewerberäume.

    1 Gerichtsentscheidung
    • KG Berlin, Urteil vom 14.03.2002 · 8 U 161/01
  • Fenster nur einfach verglast

    keine Minderung

    Entschieden für einen Gewerberaum; entspricht die Verglasung dem Baujahr, ist sie meist kein Mangel.

    1 Gerichtsentscheidung
    • OLG Saarbrücken, Urteil vom 08.05.2013 · 2 U 3/13
  • Abgenutzte Türschwellen in der Wohnung

    keine Minderung
    1 Gerichtsentscheidung
    • LG Berlin, Urteil vom 04.06.1984 · 61 S 204/83
  • Fehlende Fußleisten in einem Raum

    keine Minderung
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Rheine, Urteil vom 27.03.2013 · 14 C 230/11
  • Wohnungstür ohne Mehrfachverriegelung

    keine Minderung
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Berlin-Mitte, Urteil vom 06.09.2012 · 27 C 30/12
  • Hausnummernbeleuchtung defekt

    keine Minderung
    1 Gerichtsentscheidung
    • LG Berlin, Urteil vom 15.03.2002 · 63 S 54/00

Umfeld & Umgebung

  • Weniger Licht, weil Bäume gewachsen sind

    0–5 %
    3 Gerichtsentscheidungen
    • LG Berlin, Urteil vom 05.12.2000 · 63 S 155/00
    • AG Charlottenburg, Urteil vom 07.09.2006 · 211 C 70/06
    • AG Neukölln, Urteil vom 02.07.2008 · 21 C 274/07
    Schreiben an Vermieter
  • Mehr Fluglärm nach Ausbau eines Flughafens

    keine Minderung

    Lärm von außen, gegen den auch der Vermieter nichts tun kann, ist nach der Rechtsprechung meist kein Mangel der Wohnung (vgl. BGH VIII ZR 197/14).

    3 Gerichtsentscheidungen
    • AG Frankfurt am Main, Urteil vom 31.08.2012 · 33 C 1839/12
    • AG Frankfurt am Main, Urteil vom 27.11.2012 · 33 C 3517/12
    • LG Berlin, Beschluss vom 18.02.2013 · 67 S 275/12
  • Mehr Verkehrslärm nach Straßenausbau

    keine Minderung
    2 Gerichtsentscheidungen
    • LG Berlin, Urteil vom 12.10.2000 · 62 S 234/00
    • AG Köpenick, Urteil vom 09.04.2013 · 3 C 336/10
  • Drogenszene in der Umgebung

    keine Minderung
    1 Gerichtsentscheidung
    • LG Düsseldorf, Urteil vom 18.11.1994 · 21 S 575/93
  • Mobilfunkantenne auf dem Dach

    keine Minderung
    2 Gerichtsentscheidungen
    • AG Traunstein, Urteil vom 03.03.1999 · 310 C 2158/98
    • LG Berlin, Urteil vom 29.10.2002 · 63 S 24/02
  • Efeu an der Fassade, nistende Vögel

    keine Minderung
    1 Gerichtsentscheidung
    • AG Köpenick, Urteil vom 26.04.2013 · 12 C 384/12

Grundlagen

Wann darfst du die Miete mindern?

Eine Mietminderung kommt in Frage, wenn die Wohnung einen Mangel hat, der ihre Nutzung spürbar einschränkt. Das regelt § 536 BGB. Vier Dinge müssen zusammenkommen:

  • Der Mangel ist erheblich. Eine kleine Macke, die dich im Alltag kaum stört, reicht nicht.
  • Du hast ihn nicht selbst verursacht. Schimmel durch falsches Lüften ist zum Beispiel kein Grund für eine Minderung.
  • Du kanntest ihn bei Vertragsschluss nicht und er war auch nicht offensichtlich — oder du hast dir deine Rechte bei der Übergabe ausdrücklich vorbehalten (§ 536b BGB).
  • Du hast den Mangel angezeigt. Der Vermieter muss die Chance haben, ihn zu beheben (§ 536c BGB).

Dann ist die Miete automatisch gemindert, solange der Mangel besteht. Ein Antrag oder eine Zustimmung des Vermieters ist nicht nötig. Im Streit musst du allerdings belegen können, dass es den Mangel gab und dass du ihn gemeldet hast.

Höhe

Wie hoch ist die Minderung?

Eine feste Tabelle im Gesetz gibt es nicht. Die Höhe richtet sich danach, wie stark der Mangel die Nutzung beeinträchtigt: Wie viele Räume sind betroffen, wie oft und wie lange tritt er auf, gibt es gesundheitliche Risiken? Die Quoten in der Tabelle zeigen, was Gerichte in vergleichbaren Fällen angenommen haben.

Grundlage ist die Bruttomiete, also Kaltmiete plus Nebenkosten-Vorauszahlung (BGH, Urteil vom 06.04.2005, XII ZR 225/03). Bei 950 € Bruttomiete und 20 % Minderung sind das 190 € weniger pro Monat.

Spannen wie „0–20 %“ bedeuten: Manche Gerichte haben eine Minderung abgelehnt, andere bis zu 20 % zugesprochen. Das liegt an unterschiedlich schweren Fällen und am Spielraum der Richter. Eine Sonderregel gilt für die Wohnfläche: Ist sie mehr als 10 % kleiner als im Vertrag angegeben, entspricht die Minderung in der Regel der Abweichung (BGH, Urteil vom 24.03.2004, VIII ZR 295/03).

Vorgehen

So gehst du vor: in 5 Schritten

  1. 1

    Mangel festhalten

    Fotos mit Datum, eine kurze Beschreibung, bei Lärm ein Protokoll mit Tag, Uhrzeit und Art der Störung. Minutengenaue Aufzeichnungen verlangt der BGH nicht (VIII ZR 268/11).

  2. 2

    Mangel schriftlich anzeigen

    Schreib dem Vermieter oder der Hausverwaltung, was kaputt ist und seit wann. Am besten so, dass du den Zugang belegen kannst, etwa per Einwurf-Einschreiben.

  3. 3

    Frist zur Beseitigung setzen

    Meist reichen 14 Tage, bei Notfällen wie Heizungsausfall im Winter deutlich weniger.

  4. 4

    Unter Vorbehalt zahlen oder mindern

    Wer sicher gehen will, zahlt die volle Miete unter Vorbehalt und fordert später zurück. Wer direkt mindert, sollte eher vorsichtig ansetzen.

  5. 5

    Zu viel Gezahltes zurückfordern

    Nach Beseitigung des Mangels kannst du den Minderungsbetrag für die betroffene Zeit zurückverlangen. Der Anspruch verjährt in der Regel nach drei Jahren.

Vorsicht bei zu hoher Minderung: Kürzt du mehr, als dir zusteht, entsteht ein Mietrückstand. Wird er zu groß, kann der Vermieter kündigen. Im Zweifel ist „unter Vorbehalt zahlen“ der sichere Weg.

Grenzen

Wann es keine Minderung gibt

Nicht jede Störung berechtigt zur Minderung. Die Fälle mit „keine Minderung“ in der Tabelle zeigen typische Beispiele:

  • Üblicher Lärm und Alltagsgerüche — Kinderlärm, Essensgerüche aus anderen Wohnungen, Schnarchen von nebenan.
  • Lärm von außen, den auch der Vermieter nicht abstellen kann, etwa neuer Flug- oder Verkehrslärm. Der BGH sieht darin meist keinen Mangel der Wohnung (Urteil vom 29.04.2015, VIII ZR 197/14).
  • Absehbare Baustellen, von denen du bei Einzug wusstest oder wissen musstest.
  • Altbau-typische Zustände wie ein feuchter Keller oder einfach verglaste Fenster, wenn im Vertrag nichts anderes zugesagt ist.
  • Energetische Modernisierung: In den ersten drei Monaten ist die Minderung ausgeschlossen (§ 536 Abs. 1a BGB).

Kostenloses Schreiben an deinen Vermieter

Mängelanzeige mit Frist und Vorbehalt — oder mit angekündigter Minderung samt Betrag. Du füllst die Angaben aus und lädst das Schreiben als PDF oder Word herunter. Dafür brauchst du nur ein kostenloses nebify-Konto.

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FAQ

Häufige Fragen zur Mietminderung

Muss ich eine Mietminderung beantragen oder genehmigen lassen?

Nein. Die Miete ist kraft Gesetzes gemindert, solange ein erheblicher Mangel besteht (§ 536 BGB). Du musst den Mangel aber dem Vermieter anzeigen, sonst kannst du für die Zeit davor unter Umständen nicht mindern (§ 536c BGB).

Wird die Minderung von der Kalt- oder der Warmmiete berechnet?

Von der Bruttomiete, also Kaltmiete plus Nebenkosten-Vorauszahlung bzw. -Pauschale. So hat es der Bundesgerichtshof entschieden (Urteil vom 06.04.2005, XII ZR 225/03).

Wie hoch darf ich die Miete mindern?

Das hängt vom Einzelfall ab: Wie stark schränkt der Mangel die Nutzung ein, welche Räume sind betroffen, wie lange dauert er? Die Tabelle zeigt, was Gerichte in vergleichbaren Fällen angenommen haben. Sie ist eine Orientierung, keine Garantie.

Was passiert, wenn ich zu viel mindere?

Dann entsteht ein Mietrückstand. Wird er zu groß, kann der Vermieter im schlimmsten Fall kündigen. Wer unsicher ist, zahlt deshalb besser die volle Miete unter Vorbehalt und fordert den zu viel gezahlten Teil später zurück.

Kann ich die Miete rückwirkend mindern?

Für die Zeit ab der Mängelanzeige ja, auch wenn du zunächst voll gezahlt hast — am sichersten, wenn du ausdrücklich unter Vorbehalt gezahlt hast. Für Zeiten vor der Anzeige ist das schwieriger, wenn der Vermieter den Mangel nicht kannte.

Wann gibt es keine Mietminderung?

Wenn der Mangel unerheblich ist, wenn du ihn selbst verursacht hast, wenn du ihn bei Vertragsschluss kanntest und keinen Vorbehalt erklärt hast — und oft bei Lärm von außen, gegen den auch der Vermieter nichts tun kann. Bei einer energetischen Modernisierung ist die Minderung für drei Monate ausgeschlossen (§ 536 Abs. 1a BGB).

Ist das Schreiben an den Vermieter kostenlos?

Ja. Du brauchst nur ein kostenloses nebify-Konto. Das Schreiben füllst du selbst aus und lädst es als PDF oder Word herunter.

Die Tabelle fasst veröffentlichte Entscheidungen deutscher Gerichte zusammen; Gericht, Datum und Aktenzeichen haben wir im Oktober 2026 mit der Rechtsprechungsdatenbank dejure.org abgeglichen. Einzelne Entscheidungen betreffen Gewerberäume, das steht dann beim Eintrag. Die Tabelle ersetzt keine Prüfung im Einzelfall: Gerichte entscheiden je nach Ausmaß und Dauer des Mangels unterschiedlich, ältere Entscheidungen spiegeln nicht immer die heutige Rechtsprechung.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel informiert allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Ob eine Position in deiner Abrechnung tatsächlich unzulässig ist, hängt von Mietvertrag und Einzelfall ab. Bei rechtlichen Fragen hilft dir ein Mieterverein oder ein Fachanwalt für Mietrecht.

nebify bietet keine Rechtsberatung und keine Rechtsdienstleistung im Sinne des RDG.

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