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Nebenkosten-Vergleich · Stand Oktober 2026

Betriebskostenspiegel 2026Nebenkosten pro m² im Vergleich: bundesweit, nach Kostenart und in 55 Städten

Wie hoch sind Nebenkosten pro Quadratmeter normalerweise, und liegt deine Abrechnung darüber? Hier findest du die aktuellen Zahlen des Deutschen Mieterbunds, Vergleichswerte für 55 Städte und einen Rechner, der deine Abrechnung in einer Minute einordnet.

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Bundesschnitt · Abrechnungsjahr 2024

2,67 € / m² / Monat

alle Betriebskosten, davon 1,32 € für Heizung und Warmwasser

2022
2,28 €
2023
2,51 €
seit 2022
+17 %

Quelle: Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds, veröffentlicht am 18.12.2025

Wohnhäuser einer Stadt am Hang zwischen Bäumen

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut Deutschem Mieterbund zahlten Mieter im Abrechnungsjahr 2024 im Schnitt 2,67 € pro m² und Monat an Nebenkosten, davon 1,32 € für Heizung und Warmwasser.
  • Seit 2022 sind die Nebenkosten im Bundesschnitt um 17 % gestiegen, von 2,28 € auf 2,67 € pro m².
  • Eine gesetzliche Obergrenze gibt es nicht. Der Vermieter muss aber wirtschaftlich handeln und darf nur umlagefähige Kosten abrechnen.
  • Ein Wert deutlich über dem Durchschnitt beweist keinen Fehler, ist aber ein guter Grund, die Abrechnung genauer zu prüfen.
  • Mit dem Rechner auf dieser Seite siehst du in einer Minute, wo deine Abrechnung steht, gesamt oder Position für Position.
Inhalt
  1. 1. Rechner: Nebenkosten pro m² vergleichen
  2. 2. Was ist der Betriebskostenspiegel?
  3. 3. Bundesschnitt 2024 und Entwicklung
  4. 4. Die Kostenarten im Spiegel
  5. 5. Nebenkosten nach Städten
  6. 6. Warum Nebenkosten so unterschiedlich sind
  7. 7. Wie hoch dürfen Nebenkosten sein?
  8. 8. So nutzt du den Vergleich richtig
  9. 9. Häufige Fragen
Phil und Johann, die Gründer von nebify

Von Phil & Johann, Gründer von nebify — Nebenkostenabrechnungen, geprüft von Menschen und Software.

Zuletzt aktualisiert am 02.10.2026

Nebenkosten-Rechner

Rechner: Nebenkosten pro m² berechnen und vergleichen

Gib Wohnfläche und Kosten aus deiner Abrechnung ein. Du siehst deinen Wert pro m² und Monat und wie er zum Betriebskostenspiegel steht.

Was möchtest du vergleichen?

Die Fläche, die in der Abrechnung für deine Wohnung steht.

Weniger Monate, wenn du im Abrechnungsjahr ein- oder ausgezogen bist.

Die Summe aller Kosten, die auf deine Wohnung entfallen („Ihr Anteil“, „Ihre Kosten“) — nicht die Nachzahlung und nicht deine Vorauszahlungen.

Sind Heizung und Warmwasser in dem Betrag enthalten?

Kommt die Heizkostenabrechnung separat, rechne beide Beträge zusammen — oder wähle „ohne“, wenn du zum Beispiel eine eigene Gastherme hast.

Wir nutzen den Wert deiner Stadt oder deines Bundeslandes, sonst den Bundesschnitt.

Gib Wohnfläche und Gesamtbetrag ein, dann siehst du hier deinen Wert pro m² und Monat im Vergleich.

„Deutlich“ heißt bei uns: mehr als 20 % über oder unter dem Vergleichswert. Das ist eine Orientierung, keine rechtliche Grenze. Der Betriebskostenspiegel ersetzt keine Prüfung der Abrechnung im Einzelfall. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser und werden nicht gespeichert oder übertragen.

Grundlagen

Was ist der Betriebskostenspiegel?

Eine Übersicht, was Mieter im Durchschnitt für Nebenkosten zahlen, umgerechnet auf einen Quadratmeter und einen Monat.

Der Betriebskostenspiegel zeigt, wie viel Mieterinnen und Mieter im Durchschnitt für die einzelnen Betriebskosten zahlen, angegeben in Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat. Der bekannteste ist der bundesweite Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds (DMB). Die aktuelle Ausgabe erschien am 18. Dezember 2025 und wertet die Abrechnungsdaten des Jahres 2024 aus. Laut DMB liegen ihr tausende Betriebskostenabrechnungen aus ganz Deutschland zugrunde, die sich auf rund 12,4 Millionen Quadratmeter Mietwohnfläche beziehen.

„Betriebskosten“ ist der rechtliche Begriff für das, was im Alltag Nebenkosten heißt: die laufenden Kosten, die der Vermieter nach § 556 BGB und der Betriebskostenverordnung auf die Mieter umlegen darf, von der Grundsteuer über Wasser und Müll bis zur Heizung. Was genau dazugehört und was nie in die Abrechnung gehört, steht in unserer Übersicht der umlagefähigen Nebenkosten.

Der Spiegel soll Transparenz schaffen und Anhaltspunkte liefern, ob eine Abrechnung wirtschaftlich ist. Der Mieterbund sagt aber selbst, dass sich mit ihm keine verbindliche Überprüfung der Abrechnung oder einzelner Kosten durchführen lässt. Abweichungen nach oben sind vielmehr ein Anlass, einzelne Positionen genauer anzusehen, vor allem dann, wenn sie deutlich über dem Durchschnitt liegen. Genau so solltest du ihn nutzen.

Neben dem bundesweiten Spiegel gibt es regionale Auswertungen, etwa von Landesverbänden des Mieterbunds in Nordrhein-Westfalen, Bayern oder Niedersachsen und von Städten wie Berlin und Leipzig. Sie stammen teils aus anderen Jahren und beruhen auf anderen Daten. In unserer Städtetabelle steht deshalb bei jedem Wert, woher er kommt.

Betriebskostenspiegel nach Bundesland

Für diese Länder gibt es eigene Werte je Kostenart, mit Grundsteuer-Modell und Gebühren der Städte:

Die Zahlen hinken immer ein Stück hinterher

Ein Betriebskostenspiegel kann nur Jahre auswerten, die schon abgerechnet sind. Die Ausgabe, die im Herbst 2026 aktuell ist, zeigt deshalb das Abrechnungsjahr 2024. Für deine Abrechnung 2025 ist sie ein guter Anhaltspunkt, Preissteigerungen seitdem sind aber nicht enthalten.

Bundesschnitt

Bundesschnitt 2024: 2,67 € pro m² und die Entwicklung seit 2018

So haben sich die abgerechneten Nebenkosten in Deutschland entwickelt.

Betriebskosten pro m² und Monat, Deutschland

Tatsächlich abgerechnete Kosten, Deutscher Mieterbund

2,17 €
2018
2,28 €
2022
2,51 €
2023
2,67 €
2024

Gezeigt sind die Abrechnungsjahre 2018 und 2022 bis 2024. Für 2019 und 2020 hat der Mieterbund keinen bundesweiten Spiegel veröffentlicht. Ab dem Abrechnungsjahr 2021 hat er die Datenbasis verändert, der Vergleich mit 2018 ist deshalb nur eingeschränkt aussagekräftig.

Im Abrechnungsjahr 2024 lagen die Betriebskosten im Bundesschnitt bei 2,67 € pro m² und Monat, laut DMB mehr als 6 % mehr als im Vorjahr (2,51 €). Schon von 2022 auf 2023 waren sie um rund 10 % gestiegen. Seit 2022 summiert sich das auf ein Plus von 17 %.

Größter Posten sind Heizung und Warmwasser mit durchschnittlich 1,32 € pro m², also knapp die Hälfte der gesamten Nebenkosten. Die Bandbreite ist hier besonders groß: von 0,46 € bis 2,18 € pro m² und Monat. Der Mieterbund führt das vor allem auf den energetischen Zustand der Wohnungen und auf die Preisunterschiede zwischen Heizöl, Gas und Fernwärme sowie zwischen den einzelnen Versorgern zurück. Die CO₂-Kosten verteuern fossile Energie zusätzlich.

Deutlich gesunken ist dagegen die Position Antenne/Kabel, laut DMB um rund 42 %. Der Grund: Seit dem 1. Juli 2024 dürfen die laufenden Gebühren für Kabelanschlüsse nicht mehr als Betriebskosten umgelegt werden. Mehr dazu im Artikel zu Kabel- und TV-Kosten in der Nebenkostenabrechnung.

Was heißt das für eine 80-m²-Wohnung?

Rechnerisch 2,67 € × 80 m² = 213,60 € im Monat oder 2.563,20 € im Jahr, zusätzlich zur Kaltmiete. Mit dem Wert von 2022 wären es 2.188,80 € gewesen, also 374,40 € weniger im Jahr.

nebify-Daten 2026

Durchschnittliche Nebenkosten: was Mieter in echten Abrechnungen zahlen

Unser Nebenkosten-Report aus über hundert Abrechnungen: Nebenkosten im Schnitt 3,85 € je m² und Monat, Nachzahlung im Schnitt 769 €. →

Kostenarten

Die Kostenarten im Betriebskostenspiegel

Durchschnittswerte des Deutschen Mieterbunds in Euro pro m² und Monat für die Abrechnungsjahre 2023 und 2024.

Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds nach Kostenart, Euro pro Quadratmeter und Monat
Kostenart2023202480 m² pro Jahrrechnerisch, 2024
Heizung inkl. Warmwasser1,26 €1,32 €1.267 €
Wasserversorgung inkl. Abwasser0,26 €0,29 €278 €
Grundsteuer0,17 €0,18 €173 €
Müllbeseitigung0,14 €0,16 €154 €
Sach- und Haftpflichtversicherung0,28 €0,31 €298 €
HauswartReinigung, Garten, Winterdienst inklusive0,30 €0,37 €355 €
HauswartReinigung, Garten oder Winterdienst separat0,19 €0,21 €202 €
Gebäudereinigung0,20 €0,21 €202 €
Gartenpflege0,14 €0,15 €144 €
Aufzug0,20 €0,20 €192 €
Beleuchtung (Allgemeinstrom)0,06 €0,06 €58 €
Straßenreinigung / Winterdienst0,03 €0,04 €38 €
Schornsteinreinigung0,03 €0,04 €38 €
Antenne / Kabel0,12 €0,07 €67 €
Sonstige Betriebskosten0,07 €0,07 €67 €
Durchschnitt aller Nebenkostennicht die Summe der Zeilen, siehe unten2,51 €2,67 €2.563 €

Quelle: Deutscher Mieterbund, „Alle Betriebskostenarten im Überblick“ vom 18.12.2025 (Abrechnungsjahr 2024) und DMB-Grafik zum Abrechnungsjahr 2023. Heizung enthält Warmwasser, Wasser enthält Abwasser. Die Spalte „80 m² pro Jahr“ ist unsere Umrechnung: Wert × 80 m² × 12 Monate, gerundet.

Warum die Zeilen nicht 2,67 € ergeben: Nicht jede Kostenart fällt in jedem Haus an. Ohne Aufzug gibt es keine Aufzugskosten, ohne Garten keine Gartenpflege. Rechnet man alle Kostenarten zusammen, liegt man deshalb deutlich über dem Gesamtschnitt. Für deine Abrechnung heißt das: Vergleiche einzelne Positionen mit der passenden Zeile, und die Summe nur mit dem Gesamtschnitt.

Zwei Werte beim Hauswart: Der Mieterbund weist den Hauswart doppelt aus. Kümmert er sich auch um Reinigung, Garten oder Winterdienst, liegt der Schnitt bei 0,37 €. Werden diese Arbeiten separat abgerechnet, bei 0,21 €. Dann dürfen sie aber nicht zusätzlich noch einmal im Hauswart stecken. Reparaturen und Verwaltungsarbeiten des Hausmeisters gehören nie in die Abrechnung.

Was sich von 2023 auf 2024 bewegt hat: Spürbar teurer wurden Heizung (1,26 € → 1,32 €), Wasser (0,26 € → 0,29 €), Versicherungen (0,28 € → 0,31 €), Müll (0,14 € → 0,16 €) und der Hauswart (0,30 € → 0,37 €). Antenne/Kabel fiel von 0,12 € auf 0,07 €.

55 Städte

Nebenkosten nach Städten: 55 Städte im Vergleich

Durchschnittliche Nebenkosten pro m² und drei Kostentreiber, die von der Gemeinde abhängen.

Einen eigenen Betriebskostenspiegel haben nur wenige Städte. Für die meisten nutzen wir deshalb den Wert ihres Bundeslandes (markiert mit „Land“), wo es keinen aktuellen gibt, den Bundesschnitt (markiert mit „Bund“, das betrifft 18 der 55 Städte). Die hochgestellte Zahl führt zur Quelle mit Jahr.

Daneben stehen drei Größen, die deine Gemeinde festlegt und die deine Abrechnung direkt beeinflussen: der Hebesatz der Grundsteuer B, die Müllgebühr und der Preis für Wasser und Abwasser. Ein Klick auf die Stadt führt zur Stadtseite mit allen Einzelquellen.

Tabelle seitlich wischen für Müll und Wasser.

Durchschnittliche Nebenkosten pro m² und Monat, Grundsteuer-Hebesatz, Müllgebühr und Wasserpreis in 55 Städten
StadtØ Nebenkosten€ / m² / MonatGrundsteuerHebesatz BMüll€ / JahrWasser + Abwasser€ / m³
Berlin2,79 €1Stadt470 %200,36 €3,97 €
Hamburg2,67 €2Bund975 %262,08 €4,68 €
München2,78 €3Land824 %230,88 €3,99 €
Köln2,71 €4Land550 %322,99 €3,05 €
Frankfurt am Main2,80 €5Land854,69 %183,96 €4,03 €
Stuttgart2,67 €2Bund160 %303,00 €5,60 €
Düsseldorf2,71 €4Land374 %309,52 €4,04 €
Leipzig2,87 €6Stadt450 %246,44 €5,24 €
Dortmund2,71 €4Land800 %301,06 €4,56 €
Essen2,71 €4Land655 %204,60 €6,36 €
Bremen2,67 €2Bund755 %330,92 €5,81 €
Dresden2,83 €7Stadt400 %307,50 €4,99 €
Hannover2,03 €8Land900 %332,40 €5,17 €
Nürnberg2,78 €3Land750 %185,48 €5,35 €
Duisburg2,71 €4Land1.169 %269,48 €5,52 €
Bochum2,71 €4Land715 %352,80 €5,50 €
Wuppertal2,71 €4Land947 %273,58 €5,71 €
Bielefeld2,71 €4Land765 %148,44 €5,72 €
Bonn2,71 €4Land680 %274,53 €5,48 €
Münster2,71 €4Land492 %303,60 €5,15 €
Mannheim2,67 €2Bund365 %392,40 €4,73 €
Karlsruhe2,67 €2Bund270 %462,24 €5,17 €
Augsburg2,78 €3Land670 %337,44 €4,44 €
Wiesbaden2,80 €5Land690,06 %260,70 €6,46 €
Mönchengladbach2,71 €4Land792 %312,90 €6,68 €
Gelsenkirchen2,71 €4Land696 %218,60 €5,64 €
Aachen2,71 €4Land637 %248,41 €5,66 €
Braunschweig2,03 €8Land750 %201,00 €6,26 €
Chemnitz2,60 €9Land493 %101,15 €7,57 €
Kiel2,67 €2Bund565 %157,68 €4,02 €
Halle (Saale)2,67 €2Bund500 %205,20 €6,73 €
Magdeburg2,67 €2Bund483 %164,16 €6,42 €
Freiburg2,67 €2Bund235 %314,25 €4,14 €
Krefeld2,71 €4Land680 %267,48 €5,14 €
Mainz2,67 €2Bund480 %245,63 €4,42 €
Lübeck2,27 €10Land575 %275,76 €4,47 €
Rostock2,67 €2Bund488 %195,92 €4,98 €
Kassel2,80 €5Land490 %272,16 €5,10 €
Potsdam2,51 €11Land330 %150,30 €8,36 €
Erfurt2,67 €2Bund565 %305,20 €4,16 €
Oldenburg2,03 €8Land539 %237,80 €4,74 €
Osnabrück2,03 €8Land545 %226,11 €5,44 €
Wolfsburg2,03 €8Land586 %175,74 €4,93 €
Göttingen2,03 €8Land782 %218,40 €4,95 €
Saarbrücken2,67 €2Bund611 %201,48 €6,36 €
Heidelberg2,67 €2Bund185 %259,70 €4,60 €
Ulm2,67 €2Bund390 %246,64 €4,05 €
Heilbronn2,67 €2Bund345 %259,40 €5,59 €
Reutlingen2,67 €2Bund320 %291,39 €5,44 €
Darmstadt2,80 €5Land1.181 %400,27 €5,22 €
Regensburg2,78 €3Land510 %176,76 €3,60 €
Ingolstadt2,78 €3Land630 %355,68 €4,87 €
Würzburg2,78 €3Land575 %292,56 €5,67 €
Erlangen2,78 €3Land625 %390,12 €5,45 €
Trier2,67 €2Bund600 %275,50 €3,95 €

Quellen der Nebenkosten-Werte

  1. 1 Berliner Betriebskostenübersicht (Senat), Abrechnungsjahr 2022 — Wert für die Stadt.
  2. 2 Deutscher Mieterbund (bundesweit), Abrechnungsjahr 2024 — kein aktueller Stadt- oder Landeswert vorhanden, bundesweiter Durchschnitt.
  3. 3 Betriebskostenspiegel DMB Bayern, Abrechnungsjahr 2024 — Landeswert, kein eigener Wert für die Stadt.
  4. 4 Betriebskostenspiegel DMB NRW, Abrechnungsjahr 2024 — Landeswert, kein eigener Wert für die Stadt.
  5. 5 Hessischer Betriebskostenspiegel, Abrechnungsjahr 2019/20 — Landeswert, kein eigener Wert für die Stadt.
  6. 6 Betriebskostenspiegel der Stadt Leipzig, Abrechnungsjahr 2023 — Wert für die Stadt.
  7. 7 Mieterverein Dresden, Abrechnungsjahr 2022 — Wert für die Stadt.
  8. 8 Betriebskostenspiegel DMB Niedersachsen, Abrechnungsjahr 2022 — Landeswert, kein eigener Wert für die Stadt.
  9. 9 Betriebskostenspiegel Sachsen, Abrechnungsjahr 2022 — Landeswert, kein eigener Wert für die Stadt.
  10. 10 Betriebskostenspiegel Schleswig-Holstein, 2017 (Land Schleswig-Holstein) — Landeswert, kein eigener Wert für die Stadt.
  11. 11 Betriebskostenspiegel Land Brandenburg, ca. 2019 (Land Brandenburg) — Landeswert, kein eigener Wert für die Stadt.

Die regionalen Werte stammen aus unterschiedlichen Jahren und Erhebungen und sind deshalb nur eingeschränkt miteinander vergleichbar. Alle Werte enthalten Heizung und Warmwasser.

Kostentreiber: Hebesatz der Grundsteuer B laut Hebesatzsatzung, Stand 2025/2026. Müll: Jahreskosten eines Haushalts für eine 120-l-Restmülltonne bei 14-täglicher Leerung inklusive Pflicht-Grundgebühren; wo die Gebühr nach Personen berechnet wird, für einen 2-Personen-Haushalt, teils inklusive Bio- und Papiertonne. Wasser: Trinkwasser-Mengenpreis brutto plus Schmutzwassergebühr je m³, ohne Grund- und Zählerpreise und ohne Niederschlagswasser. Eigene Recherche in Gebührensatzungen und Preisblättern, Stand Oktober 2026.

Hintergrund

Warum Nebenkosten so unterschiedlich sind

Zwei gleich große Wohnungen können sehr unterschiedliche Nebenkosten haben, ohne dass eine Abrechnung falsch ist.

  • Gebühren der Gemeinde

    Müll, Wasser und Abwasser kosten je nach Ort sehr verschieden. Für eine 120-l-Restmülltonne reicht die Spanne in unserer Tabelle von 101,15 € (Chemnitz) bis 462,24 € im Jahr (Karlsruhe), beim Wasser samt Abwasser von 3,05 € (Köln) bis 8,36 € pro m³ (Potsdam). Die Gebührensysteme unterscheiden sich allerdings, etwa bei Grundgebühren oder der Zahl der Tonnen.

  • Grundsteuer und Hebesatz

    Die Grundsteuer hängt vom Hebesatz der Gemeinde ab. Allein unter den 14 NRW-Städten der Tabelle reicht er von 374 % (Düsseldorf) bis 1.169 % (Duisburg). Seit der Grundsteuerreform 2025 rechnen mehrere Länder mit eigenen Modellen, Hebesätze sind deshalb nur innerhalb eines Bundeslandes vergleichbar.

  • Heizung und Gebäude

    Heizkosten schwanken laut Mieterbund zwischen 0,46 € und 2,18 € pro m² und Monat. Zwischen beiden Enden liegt fast das Fünffache. Entscheidend sind Dämmung und Zustand des Hauses, der Energieträger, der Versorger und die CO₂-Kosten.

  • Ausstattung des Hauses

    Aufzug, Hauswart, Gebäudereinigung und Gartenpflege kosten nur dort etwas, wo es sie gibt. Im Spiegel stehen dafür zusammen rund 0,77 € pro m² (Aufzug 0,20 €, Hauswart 0,21 €, Reinigung 0,21 €, Garten 0,15 €). Ein großes Haus mit Service zahlt deshalb oft mehr als ein kleines Mehrfamilienhaus ohne.

  • Verbrauch und Verteilerschlüssel

    Heizkosten werden zu 50 bis 70 % nach Verbrauch verteilt (§§ 7, 8 HeizkostenV), Wasser laut Mieterbund meist nach Personen oder Wohnfläche. Wer viel verbraucht oder in einem großen Haushalt lebt, zahlt mehr pro m². Ob der Schlüssel stimmt, ist eine eigene Prüffrage.

  • Abrechnungsjahr und Energiepreise

    Ein Jahr mit hohen Energiepreisen schlägt voll durch: Von 2022 auf 2023 stiegen die Heiz- und Warmwasserkosten laut Mieterbund um rund 18 %. Vergleiche deshalb immer mit Werten aus dem passenden Jahr und mit deiner Vorjahresabrechnung.

Wie sich die Kosten in deiner Stadt zusammensetzen, zeigen unsere Stadtseiten zu den Nebenkosten. Warum eine Abrechnung von einem Jahr aufs andere plötzlich teurer wird, erklärt der Ratgeber Nebenkosten plötzlich höher.

Rechtslage

Wie hoch dürfen Nebenkosten sein?

Eine feste Obergrenze gibt es nicht. Begrenzt wird die Abrechnung durch andere Regeln.

Das Gesetz kennt keine Höchstgrenze für Nebenkosten, weder pro Quadratmeter noch als Anteil an der Miete. Abgerechnet werden die Kosten, die tatsächlich entstanden sind. Wie viel davon auf dich entfällt, wird aber durch vier Regeln begrenzt:

  1. 1Nur umlagefähige Kosten

    Umgelegt werden dürfen nur Betriebskosten im Sinne von § 556 Abs. 1 BGB und § 2 BetrKV, und nur, wenn dein Mietvertrag das vorsieht. Verwaltungs- und Instandhaltungskosten sind nach § 1 Abs. 2 BetrKV nie umlagefähig.

  2. 2Wirtschaftlichkeitsgebot

    Bei der Abrechnung ist „der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten“ (§ 556 Abs. 3 S. 1 BGB), ebenso bei Kostensteigerungen (§ 560 Abs. 5 BGB). Der Vermieter darf also nicht ohne Grund überteuerte Verträge abschließen und die Kosten an dich weiterreichen.

  3. 3Richtig verteilt

    Auch zulässige Kosten müssen korrekt auf die Wohnungen verteilt werden: mit der richtigen Fläche, dem vereinbarten Verteilerschlüssel und ohne den Anteil leerstehender Wohnungen.

  4. 4Angemessene Vorauszahlungen

    Vorauszahlungen dürfen nur in angemessener Höhe vereinbart werden (§ 556 Abs. 2 S. 2 BGB). Nach einer Abrechnung kann jede Seite sie in Textform auf eine angemessene Höhe anpassen (§ 560 Abs. 4 BGB).

Was das für den Vergleich mit dem Spiegel bedeutet

Ob der Vermieter unwirtschaftlich gehandelt hat, musst im Streitfall du darlegen und beweisen. Das hat der Bundesgerichtshof klargestellt (Urteil vom 06.07.2011, VIII ZR 340/10). Der bloße Hinweis, eine Position liege über überregional ermittelten Durchschnittswerten wie dem Betriebskostenspiegel, reicht dafür nicht. Den Vermieter trifft dabei in der Regel keine sogenannte sekundäre Darlegungslast: Er muss nicht von sich aus erklären, wie seine Kosten zustande kommen. Der BGH verweist den Mieter stattdessen auf sein Recht zur Belegeinsicht.

Für dich heißt das: Der Spiegel zeigt dir, wo du suchen solltest. Begründen musst du einen Einwand dann mit dem, was in den Belegen steht, etwa einem ungewöhnlich teuren Dienstleistungsvertrag, doppelt abgerechneten Leistungen oder Kosten, die gar nicht umlagefähig sind. Die Belege muss dir der Vermieter auf Verlangen zeigen (§ 556 Abs. 4 BGB), wie das geht, steht im Ratgeber zur Belegeinsicht.

Frist beachten: Einwände gegen die Abrechnung musst du spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Zugang mitteilen (§ 556 Abs. 3 S. 5 BGB). Danach sind sie grundsätzlich ausgeschlossen. Wie du die Frist berechnest, steht im Artikel zu den Fristen der Nebenkostenabrechnung.

Schritt für Schritt

So nutzt du den Vergleich richtig

Sechs Schritte, damit der Vergleich mit dem Spiegel etwas aussagt und du am Ende weißt, was zu tun ist.

  1. 1

    Die richtige Zahl nehmen

    Vergleiche deinen gesamten Kostenanteil, oft als „Ihr Anteil“ oder „Ihre Kosten“ ausgewiesen. Die Nachzahlung oder das Guthaben sagen nichts über die Höhe der Nebenkosten, weil sie nur die Differenz zu deinen Vorauszahlungen sind.

  2. 2

    Zeitraum und Fläche prüfen

    Bist du im Lauf des Jahres ein- oder ausgezogen, rechne nur mit den Monaten, die du dort gewohnt hast. Nimm die Fläche aus der Abrechnung und vergleiche sie mit deinem Mietvertrag. Stimmt sie nicht, ist das bereits ein möglicher Fehler.

  3. 3

    Heizung gleich behandeln

    Der Bundesschnitt von 2,67 € enthält Heizung und Warmwasser. Kommt die Heizkostenabrechnung separat, rechne beide zusammen. Heizt du mit eigener Gastherme, vergleiche nur die übrigen Positionen. Der Rechner hat dafür eine eigene Option.

  4. 4

    Positionen statt nur die Summe vergleichen

    Eine Summe im Rahmen kann eine einzelne Position verdecken, die weit über dem Schnitt liegt. Im Modus „Einzelne Positionen“ des Rechners siehst du jede Kostenart für sich.

  5. 5

    Vorjahr danebenlegen

    Springt eine Position gegenüber dem Vorjahr deutlich nach oben, ist das oft aufschlussreicher als der Vergleich mit dem Bundesschnitt. Darin können einmalige Ausgaben oder Reparaturen stecken, die nicht umlagefähig sind.

  6. 6

    Belege anfordern und fristgerecht widersprechen

    Bei auffälligen Positionen fordere gezielt die Rechnungen und Verträge an. Findest du Fehler, widersprich schriftlich und innerhalb von zwölf Monaten nach Zugang. Wie du formulierst, steht unter Widerspruch einlegen.

Im Rahmen heißt nicht fehlerfrei

Manche Fehler verändern die Gesamtsumme nur wenig und fallen im Durchschnittsvergleich deshalb nicht auf: eine zu große Wohnfläche im Verteilerschlüssel, doppelt abgerechnetes Wasser oder Reparaturen, die in der Hausmeisterrechnung stecken. Genau solche Fälle finden wir in unseren Prüfungen:

Lieber prüfen lassen?

Im kostenlosen Vorab-Check siehst du in wenigen Minuten, ob deine Abrechnung Auffälligkeiten enthält. Wir sehen uns dabei die einzelnen Positionen an, nicht nur den Durchschnitt. Geprüft wird von Menschen, unterstützt durch Software.

FAQ

Häufige Fragen zum Betriebskostenspiegel

Kurze Antworten auf die Fragen, die uns zu Nebenkosten pro m² am häufigsten erreichen.

Wie hoch sind die Nebenkosten pro m² im Durchschnitt?
Laut dem aktuellen Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds zahlten Mieterinnen und Mieter im Abrechnungsjahr 2024 durchschnittlich 2,67 € pro Quadratmeter und Monat an Betriebskosten. Knapp die Hälfte davon, 1,32 €, entfiel auf Heizung und Warmwasser. Für eine 80-m²-Wohnung entspricht der Durchschnitt rechnerisch rund 214 € im Monat oder 2.563 € im Jahr. Zahlen für das Abrechnungsjahr 2025 hat der Mieterbund bis Anfang Oktober 2026 noch nicht veröffentlicht.
Wie hoch dürfen Nebenkosten sein?
Eine gesetzliche Obergrenze gibt es nicht, weder pro Quadratmeter noch als Anteil an der Miete. Der Vermieter darf aber nur Betriebskosten umlegen, die im Mietvertrag vereinbart und nach der Betriebskostenverordnung umlagefähig sind, und muss dabei den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit beachten (§ 556 Abs. 3 S. 1 BGB). Kosten deutlich über dem Durchschnitt sind deshalb nicht automatisch unzulässig, aber ein guter Anlass, genauer hinzusehen.
Was kann ich tun, wenn meine Nebenkosten zu hoch sind?
Vergleiche zuerst die einzelnen Positionen mit dem Betriebskostenspiegel und mit deiner Vorjahresabrechnung. Prüfe Wohnfläche, Verteilerschlüssel und ob nur umlagefähige Kosten abgerechnet wurden. Bei auffälligen Positionen kannst du Einsicht in die Belege verlangen (§ 556 Abs. 4 BGB). Einwände musst du spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Zugang der Abrechnung mitteilen (§ 556 Abs. 3 S. 5 BGB), am besten schriftlich.
Reicht der Betriebskostenspiegel als Beweis gegenüber dem Vermieter?
Allein nicht. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der Mieter einen Verstoß gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot darlegen und beweisen muss und dass der Hinweis, eine Position liege über überregional ermittelten Durchschnittswerten, dafür nicht genügt (Urteil vom 06.07.2011, VIII ZR 340/10). Auch der Mieterbund betont, dass sich mit dem Spiegel keine verbindliche Überprüfung durchführen lässt. Er zeigt dir aber, welche Positionen du dir mit den Belegen genauer ansehen solltest.
Wie berechne ich meine Nebenkosten pro Quadratmeter?
Teile die Gesamtkosten, die laut Abrechnung auf deine Wohnung entfallen, durch deine Wohnfläche und durch die Zahl der Monate im Abrechnungszeitraum. Beispiel: 2.400 € für 75 m² über 12 Monate ergeben 2.400 ÷ 75 ÷ 12 = 2,67 € pro m² und Monat, also genau den Bundesschnitt. Nimm dafür nicht die Nachzahlung, sondern deinen gesamten Kostenanteil. Der Rechner auf dieser Seite erledigt das für dich.
Gibt es einen Betriebskostenspiegel für meine Stadt?
Für einige Städte und Bundesländer gibt es eigene Auswertungen, etwa von Landesverbänden des Mieterbunds oder von Kommunen wie Berlin und Leipzig. In unserer Tabelle mit 55 Städten steht bei jedem Wert, ob es ein Stadt-, Landes- oder Bundeswert ist und aus welchem Jahr er stammt. Wo es keinen aktuellen regionalen Wert gibt, nutzen wir den Bundesschnitt.

Quellen (Stand 02.10.2026): Deutscher Mieterbund, Betriebskostenspiegel für Deutschland (Abrechnungsjahr 2024), Alle Betriebskostenarten im Überblick und Der Betriebskostenspiegel (beide 18.12.2025), Grafik Abrechnungsjahr 2023, Meldungen zu den Abrechnungsjahren 2023, 2022 und 2018; regionale Werte siehe Quellen unter der Städtetabelle; § 556 BGB, § 560 BGB, § 1 BetrKV, § 2 BetrKV, Heizkostenverordnung (jeweils gesetze-im-internet.de); BGH, Urteil vom 06.07.2011, VIII ZR 340/10 (Leitsätze zitiert nach DMB-Fachbeitrag zum Wirtschaftlichkeitsgrundsatz).

Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel informiert allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Ob eine Position in deiner Abrechnung tatsächlich unzulässig ist, hängt von Mietvertrag und Einzelfall ab. Bei rechtlichen Fragen hilft dir ein Mieterverein oder ein Fachanwalt für Mietrecht.

nebify bietet keine Rechtsberatung und keine Rechtsdienstleistung im Sinne des RDG.

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