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ChemnitzStand November 2026

Fernwärmepreise in Chemnitz 2026

In Chemnitz liefert eins die Fernwärme. Für Verträge ab 2024 kostet die Kilowattstunde 2026 10,57 ct brutto plus 1,15 ct Emissionspreis, dazu kommen 102,34 € je kW Grundpreis. Kleine Häuser bis 25 kW zahlen stattdessen einen Mischpreis von 18,45 ct je kWh.

Phil Holthaus und Johann Slawski, die Gründer von nebify

Von Phil Holthaus & Johann Slawski, Gründer von nebify — Nebenkostenabrechnungen, geprüft von Menschen und Software.

Zuletzt aktualisiert am 05.11.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • eins verlangt im Tarif Fernwärme Chemnitz 11,72 ct je kWh brutto, alle verbrauchsabhängigen Bestandteile zusammen (gültig ab 1. Januar 2026).
  • Für eine 70‑m²‑Wohnung in unserem Musterhaus sind das rund 1.783 € im Jahr für die Wärme. Damit liegt Chemnitz auf Platz 16 von 19 Städten, gezählt von günstig nach teuer.
  • Die Preise ändern sich einmal im Jahr zum 1. Januar. In deiner Abrechnung muss der Verbrauch dann zeitanteilig auf die Preisstände verteilt werden.
  • Den Preis kannst du als Mieter nicht angreifen, die Abrechnung schon: Rechnung des Versorgers, Preisblatt, bestellte Leistung und CO₂-Anteil.

Die Preise von eins

Fernwärme Chemnitz, Verträge ab 01.01.2024, gültig ab 1. Januar 2026. Groß der Bruttopreis mit 19 % Umsatzsteuer, darunter netto.

Arbeitspreis
10,57 ct/kWhnetto 8,88
Emissionspreis
1,15 ct/kWhnetto 0,97
Basisgrundpreis (Anlage bis 75 kW)
102,34 €/kW und Jahrnetto 86,00
Kleinkunden bis 25 kW: Arbeitsmischpreis
18,45 ct/kWhnetto 15,50

Quelle: eins: Preisblatt Fernwärme 2026, Verträge ab 01.01.2024, abgerufen am 5. November 2026.

Was kostet das für eine 70-m²-Wohnung?

im Jahr für eine 70-m²-Wohnung, brutto
1.783 €
je kWh mit allen Preisbestandteilen
19,59 ct
davon fest, unabhängig vom Verbrauch
40 %
  1. Verbrauch: 91.000 kWh × 9,850 ct = 8.963,50 € netto
  2. Grundpreis: 70 kW × 86,00 € = 6.020,00 € netto
  3. Haus zusammen: 14.983,50 € netto, mit 19 % Umsatzsteuer 17.830,37 €
  4. Ein Zehntel davon für die 70‑m²‑Wohnung: 1.783,04 €

Musterhaus: 10 Wohnungen, 700 m², 70 kW, 91.000 kWh im Jahr für Heizung und Warmwasser. Ohne Messpreis und ohne Kosten der Hausanlage wie Pumpenstrom und Wartung. In der echten Abrechnung zählt zu 50 bis 70 % dein Verbrauch, der Rest nach Fläche.

Was in Chemnitz auffällt

  • Der Mischpreis für Kleinkunden rechnet den Grundpreis auf 1.300 Vollbenutzungsstunden im Jahr um. Mit genau dieser Annahme rechnen wir auch unser Musterhaus.
  • Nimmt ein Haus mehr Leistung ab als vertraglich vereinbart, berechnet eins für die Überschreitung den doppelten Grundpreis, abgerechnet im Folgejahr. Das darf in der Heizkostenabrechnung landen, gehört aber erklärt.
  • Für ältere Verträge (vor 2024) und Rahmenverträge gelten eigene Preisblätter. Je größer die Gesamtleistung eines Kunden, desto niedriger der Grundpreis.

So landet die Fernwärme in deiner Heizkostenabrechnung

Fernwärme wird an das ganze Haus geliefert. Dein Vermieter bekommt von eins eine Jahresrechnung und verteilt sie mit der Heizkostenabrechnung auf alle Wohnungen. Umlagefähig sind das Entgelt für die Wärmelieferung, also Arbeits-, Grund- und Messpreis, und die Kosten der Hausanlage, etwa Strom für die Pumpen und die Wartung der Übergabestation (§ 7 Abs. 4 HeizkostenV).

Die Summe wird zu 50 bis 70 % nach dem gemessenen Verbrauch und zu 30 bis 50 % nach Wohnfläche verteilt (§ 7 Abs. 1 HeizkostenV). Auch der Grundpreis des Versorgers geht in diese Summe ein. Er wird also nicht gesondert nach Fläche abgerechnet.

Ändert eins die Preise im Abrechnungsjahr, muss der Verbrauch zeitanteilig auf alte und neue Preise verteilt werden, mit Rücksicht auf die Heizperiode (§ 24 Abs. 3 AVBFernwärmeV). Einmalige Beträge wie Baukostenzuschuss oder Hausanschlusskosten gehören nicht in die Abrechnung.

Fünf Punkte, die du prüfen kannst

  1. 1

    Rechnung des Versorgers ansehen

    Verlange über die Belegeinsicht die Jahresrechnung von eins und vergleiche Betrag, Zeitraum und gelieferte kWh mit deiner Heizkostenabrechnung. Gutschriften gehören ebenfalls hinein.

  2. 2

    Preise mit dem Preisblatt abgleichen

    Liegen die Preise auf der Rechnung über den veröffentlichten Werten für deinen Zeitraum, frag nach. Gab es im Jahr mehrere Preisstände, müssen alle zeitanteilig auftauchen.

  3. 3

    Bestellte Leistung hinterfragen

    Der Grundpreis hängt an der gebuchten Leistung. Ist sie nach einer Dämmung oder einem Heizungstausch zu hoch, zahlt das Haus jedes Jahr zu viel. Senken kann sie nur dein Vermieter (§ 3 AVBFernwärmeV), sprich ihn darauf an.

  4. 4

    CO₂-Anteil des Vermieters

    Auch bei Fernwärme teilen sich Mieter und Vermieter die CO₂-Kosten (§ 2 CO2KostAufG). Der Versorger muss die Angaben dafür auf seiner Rechnung ausweisen. Fehlt der Vermieteranteil in deiner Abrechnung, frag nach dem Grund.

  5. 5

    Umstellung während deiner Mietzeit

    Hat dein Vermieter während deiner Mietzeit auf Fernwärme umgestellt, darf dich das nicht mehr kosten als die alte Heizung. Ankündigen musste er es drei Monate vorher in Textform (§ 556c BGB).

Ob die Fernwärme von eins richtig in deiner Abrechnung gelandet ist, zeigt erst der Abgleich mit Rechnung und Preisblatt. Wenn du deine Nebenkostenabrechnung prüfen lassen willst, gehen wir jede Position einzeln durch und schicken dir einen Prüfbericht mit fertigem Schreiben an deinen Vermieter.

Wann du widersprechen kannst

  • Einwände musst du spätestens zwölf Monate nach Zugang der Abrechnung erheben (§ 556 Abs. 3 S. 5 BGB). Danach sind auch berechtigte Einwände meist verloren.
  • Ein hoher Fernwärmepreis allein ist kein Fehler. Dein Vermieter muss zwar wirtschaftlich handeln (§ 556 Abs. 3 S. 1 BGB), der Hinweis auf Durchschnittswerte reicht als Beweis aber nicht (BGH, Urteil vom 06.07.2011, VIII ZR 340/10).
  • Widersprechen lohnt sich bei konkreten Fehlern: ein Preis über dem Preisblatt, ein ganzes Jahr zum neuesten Preis, nicht umlagefähige Posten, ein fehlender CO₂-Anteil oder eine Umstellung ohne die Voraussetzungen des § 556c BGB.
  • Den Teil der Nachzahlung, gegen den du nichts einwendest, solltest du zahlen. Kürze nur, was du begründen kannst.

Fernwärme in anderen Städten

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Häufige Fragen zur Fernwärme in Chemnitz

Wie hoch ist der Fernwärmepreis in Chemnitz 2026?
eins energie in sachsen GmbH & Co. KG verlangt im Tarif Fernwärme Chemnitz, Verträge ab 01.01.2024 11,72 ct je kWh brutto (gültig ab 1. Januar 2026). Dazu kommt ein Grundpreis: Basisgrundpreis (Anlage bis 75 kW) 102,34 €/kW und Jahr (brutto).
Was kostet Fernwärme für eine 70-m²-Wohnung in Chemnitz?
Im Musterhaus mit 10 Wohnungen, 70 kW Anschlussleistung und 91.000 kWh im Jahr kostet die Wärme 17.830 € brutto. Auf eine 70‑m²‑Wohnung mit durchschnittlichem Verbrauch entfallen rund 1.783 € im Jahr, das sind 19,59 ct je kWh. Messdienst, Pumpenstrom und Wartung kommen in der Heizkostenabrechnung noch dazu.
Wie oft ändert eins die Fernwärmepreise?
Einmal im Jahr zum 1. Januar. Ändert sich der Preis im Abrechnungsjahr, muss der Verbrauch zeitanteilig auf alten und neuen Preis verteilt werden, unter Berücksichtigung der jahreszeitlichen Schwankungen (§ 24 Abs. 3 AVBFernwärmeV).
Wo finde ich das Preisblatt von eins?
Auf der Website des Versorgers. Fernwärmeversorger müssen ihre Preise, Preisänderungsklauseln und Preisbestandteile im Internet veröffentlichen (§ 1a AVBFernwärmeV). Das aktuelle Dokument verlinken wir unten unter Quellen: eins: Preisblatt Fernwärme 2026, Verträge ab 01.01.2024.
Ist Fernwärme in Chemnitz teuer?
Im Vergleich von 19 Städten liegt Chemnitz im Musterhaus auf Platz 16 (1 = günstigste) und damit über dem mittleren Wert von 17,65 ct je kWh brutto. Ein hoher Preis ist aber noch kein Fehler in deiner Abrechnung, weil das Haus den Versorger meist nicht wechseln kann.

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Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel informiert allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Ob eine Position in deiner Abrechnung tatsächlich unzulässig ist, hängt von Mietvertrag und Einzelfall ab. Bei rechtlichen Fragen hilft dir ein Mieterverein oder ein Fachanwalt für Mietrecht.

Quellen: eins: Preisblatt Fernwärme 2026, Verträge ab 01.01.2024 · eins: Preisblatt Fernwärme 2026, Bestandsverträge · § 1a AVBFernwärmeV · § 24 AVBFernwärmeV · § 7 HeizkostenV · § 2 CO2KostAufG · § 556 BGB · § 556c BGB; Preise aus den veröffentlichten Preisblättern übernommen, abgerufen am 5. November 2026; Musterrechnung von nebify.