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HannoverStand November 2026

Fernwärmepreise in Hannover 2026

In Hannover liefert enercity die Fernwärme. Seit Juni 2026 gilt eine neue Preisregel: Der Grundpreis besteht aus einer Pauschale für die ersten 6 kW und 134,83 € brutto für jedes weitere kW. Je Kilowattstunde zahlt ein Haus seit Oktober 2026 rund 11,55 ct brutto.

Phil Holthaus und Johann Slawski, die Gründer von nebify

Von Phil Holthaus & Johann Slawski, Gründer von nebify — Nebenkostenabrechnungen, geprüft von Menschen und Software.

Zuletzt aktualisiert am 05.11.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • enercity verlangt im Tarif enercity Fernwärme 11,55 ct je kWh brutto, alle verbrauchsabhängigen Bestandteile zusammen (gültig vom 1. Oktober 2026 bis 31. März 2027).
  • Für eine 70‑m²‑Wohnung in unserem Musterhaus sind das rund 1.983 € im Jahr für die Wärme. Damit liegt Hannover auf Platz 19 von 19 Städten, gezählt von günstig nach teuer.
  • Die Preise ändern sich halbjährlich zum 1. April und 1. Oktober. In deiner Abrechnung muss der Verbrauch dann zeitanteilig auf die Preisstände verteilt werden.
  • Den Preis kannst du als Mieter nicht angreifen, die Abrechnung schon: Rechnung des Versorgers, Preisblatt, bestellte Leistung und CO₂-Anteil.

Die Preise von enercity

enercity Fernwärme, gültig vom 1. Oktober 2026 bis 31. März 2027. Groß der Bruttopreis mit 19 % Umsatzsteuer, darunter netto.

Arbeitspreis inklusive KonzessionsabgabeArbeitspreis 9,3895 ct plus Konzessionsabgabe 0,32 ct netto; brutto selbst gerechnet, das Preisblatt rundet auf 0,12 €
11,55 ct/kWhnetto 9,7095
Grundpreis pauschal bis 6 kW
690,80 €/Jahrnetto 580,50
Grundpreis je weiteres kW ab 6 kW
134,83 €/kW und Jahrnetto 113,30

Quelle: enercity: Preisblatt Fernwärme ab 01.10.2026, abgerufen am 5. November 2026.

Was kostet das für eine 70-m²-Wohnung?

im Jahr für eine 70-m²-Wohnung, brutto
1.983 €
je kWh mit allen Preisbestandteilen
21,80 ct
davon fest, unabhängig vom Verbrauch
47 %
  1. Verbrauch: 91.000 kWh × 9,710 ct = 8.835,65 € netto
  2. Grundpreis: 580,50 € Pauschale für 6 kW + 64 kW × 113,30 € = 7.831,70 € netto
  3. Haus zusammen: 16.667,35 € netto, mit 19 % Umsatzsteuer 19.834,14 €
  4. Ein Zehntel davon für die 70‑m²‑Wohnung: 1.983,41 €

Musterhaus: 10 Wohnungen, 700 m², 70 kW, 91.000 kWh im Jahr für Heizung und Warmwasser. Ohne Messpreis und ohne Kosten der Hausanlage wie Pumpenstrom und Wartung. In der echten Abrechnung zählt zu 50 bis 70 % dein Verbrauch, der Rest nach Fläche.

Was in Hannover auffällt

  • Zum 1. Juni 2026 hat enercity die Preisänderungsklausel neu gefasst und begründet das mit dem Umbau auf klimaneutrale Erzeugung und der Stilllegung des Kohlekraftwerks Stöcken. Der Grundpreis je kW stieg dabei von 46,63 € auf 111,25 € netto, dazu kam die Pauschale von 570 €.
  • Im Arbeitspreis steckt die Konzessionsabgabe von 0,32 ct/kWh netto, die enercity im Preisblatt getrennt ausweist.
  • Für ein Haus mit 70 kW hat sich der Grundpreis damit mehr als verdoppelt. Lag deine Heizkostenabrechnung 2026 deutlich über dem Vorjahr, kann das ein Grund sein, aber kein Fehler.

Preisentwicklung bei enercity

Abct/kWh netto€/kW netto
01.04.20268,94546,63
01.06.20269,822111,25
01.10.20269,710113,30

Arbeitspreis inklusive Konzessionsabgabe. Grundpreis: bis Mai 2026 Leistungspreis je kW, seit Juni 2026 je kW ab 6 kW plus Pauschale.

Nur Werte aus veröffentlichten Preisblättern und Bekanntmachungen des Versorgers.

So landet die Fernwärme in deiner Heizkostenabrechnung

Fernwärme wird an das ganze Haus geliefert. Dein Vermieter bekommt von enercity eine Jahresrechnung und verteilt sie mit der Heizkostenabrechnung auf alle Wohnungen. Umlagefähig sind das Entgelt für die Wärmelieferung, also Arbeits-, Grund- und Messpreis, und die Kosten der Hausanlage, etwa Strom für die Pumpen und die Wartung der Übergabestation (§ 7 Abs. 4 HeizkostenV).

Die Summe wird zu 50 bis 70 % nach dem gemessenen Verbrauch und zu 30 bis 50 % nach Wohnfläche verteilt (§ 7 Abs. 1 HeizkostenV). Auch der Grundpreis des Versorgers geht in diese Summe ein. Er wird also nicht gesondert nach Fläche abgerechnet.

Ändert enercity die Preise im Abrechnungsjahr, muss der Verbrauch zeitanteilig auf alte und neue Preise verteilt werden, mit Rücksicht auf die Heizperiode (§ 24 Abs. 3 AVBFernwärmeV). Einmalige Beträge wie Baukostenzuschuss oder Hausanschlusskosten gehören nicht in die Abrechnung.

Fünf Punkte, die du prüfen kannst

  1. 1

    Rechnung des Versorgers ansehen

    Verlange über die Belegeinsicht die Jahresrechnung von enercity und vergleiche Betrag, Zeitraum und gelieferte kWh mit deiner Heizkostenabrechnung. Gutschriften gehören ebenfalls hinein.

  2. 2

    Preise mit dem Preisblatt abgleichen

    Liegen die Preise auf der Rechnung über den veröffentlichten Werten für deinen Zeitraum, frag nach. Gab es im Jahr mehrere Preisstände, müssen alle zeitanteilig auftauchen.

  3. 3

    Bestellte Leistung hinterfragen

    Der Grundpreis hängt an der gebuchten Leistung. Ist sie nach einer Dämmung oder einem Heizungstausch zu hoch, zahlt das Haus jedes Jahr zu viel. Senken kann sie nur dein Vermieter (§ 3 AVBFernwärmeV), sprich ihn darauf an.

  4. 4

    CO₂-Anteil des Vermieters

    Auch bei Fernwärme teilen sich Mieter und Vermieter die CO₂-Kosten (§ 2 CO2KostAufG). Der Versorger muss die Angaben dafür auf seiner Rechnung ausweisen. Fehlt der Vermieteranteil in deiner Abrechnung, frag nach dem Grund.

  5. 5

    Umstellung während deiner Mietzeit

    Hat dein Vermieter während deiner Mietzeit auf Fernwärme umgestellt, darf dich das nicht mehr kosten als die alte Heizung. Ankündigen musste er es drei Monate vorher in Textform (§ 556c BGB).

Ob die Fernwärme von enercity richtig in deiner Abrechnung gelandet ist, zeigt erst der Abgleich mit Rechnung und Preisblatt. Am einfachsten ist es, die Nebenkostenabrechnung von nebify prüfen zu lassen: Der Vorab-Check ist kostenlos, der Prüfbericht mit Schreiben an den Vermieter kostet 24,90 €.

Wann du widersprechen kannst

  • Einwände musst du spätestens zwölf Monate nach Zugang der Abrechnung erheben (§ 556 Abs. 3 S. 5 BGB). Danach sind auch berechtigte Einwände meist verloren.
  • Ein hoher Fernwärmepreis allein ist kein Fehler. Dein Vermieter muss zwar wirtschaftlich handeln (§ 556 Abs. 3 S. 1 BGB), der Hinweis auf Durchschnittswerte reicht als Beweis aber nicht (BGH, Urteil vom 06.07.2011, VIII ZR 340/10).
  • Widersprechen lohnt sich bei konkreten Fehlern: ein Preis über dem Preisblatt, ein ganzes Jahr zum neuesten Preis, nicht umlagefähige Posten, ein fehlender CO₂-Anteil oder eine Umstellung ohne die Voraussetzungen des § 556c BGB.
  • Den Teil der Nachzahlung, gegen den du nichts einwendest, solltest du zahlen. Kürze nur, was du begründen kannst.

Fernwärme in anderen Städten

Prüfung durch nebify

Hohe Heizkosten mit Fernwärme in Hannover?

Bei Fernwärme steckt der Fehler selten im Preis selbst, sondern in der Umsetzung: falscher Preisstand, fehlende zeitanteilige Aufteilung, ein vergessener CO₂-Anteil. Genau das gleichen wir mit Rechnung und Preisblatt ab.

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  • Prüfbericht in 48 Stunden, sobald alle Unterlagen da sind
  • Geprüft von Menschen und Software
  • Geld-zurück-Garantie, einmalig pro Abrechnung, kein Abo

Häufige Fragen zur Fernwärme in Hannover

Wie hoch ist der Fernwärmepreis in Hannover 2026?
enercity AG verlangt im Tarif enercity Fernwärme 11,55 ct je kWh brutto (gültig vom 1. Oktober 2026 bis 31. März 2027). Dazu kommt ein Grundpreis: Grundpreis pauschal bis 6 kW 690,80 €/Jahr, Grundpreis je weiteres kW ab 6 kW 134,83 €/kW und Jahr (brutto).
Was kostet Fernwärme für eine 70-m²-Wohnung in Hannover?
Im Musterhaus mit 10 Wohnungen, 70 kW Anschlussleistung und 91.000 kWh im Jahr kostet die Wärme 19.834 € brutto. Auf eine 70‑m²‑Wohnung mit durchschnittlichem Verbrauch entfallen rund 1.983 € im Jahr, das sind 21,80 ct je kWh. Messdienst, Pumpenstrom und Wartung kommen in der Heizkostenabrechnung noch dazu.
Wie oft ändert enercity die Fernwärmepreise?
Halbjährlich zum 1. April und 1. Oktober. Ändert sich der Preis im Abrechnungsjahr, muss der Verbrauch zeitanteilig auf alten und neuen Preis verteilt werden, unter Berücksichtigung der jahreszeitlichen Schwankungen (§ 24 Abs. 3 AVBFernwärmeV).
Wo finde ich das Preisblatt von enercity?
Auf der Website des Versorgers. Fernwärmeversorger müssen ihre Preise, Preisänderungsklauseln und Preisbestandteile im Internet veröffentlichen (§ 1a AVBFernwärmeV). Das aktuelle Dokument verlinken wir unten unter Quellen: enercity: Preisblatt Fernwärme ab 01.10.2026.
Ist Fernwärme in Hannover teuer?
Im Vergleich von 19 Städten liegt Hannover im Musterhaus auf Platz 19 (1 = günstigste) und damit über dem mittleren Wert von 17,65 ct je kWh brutto. Ein hoher Preis ist aber noch kein Fehler in deiner Abrechnung, weil das Haus den Versorger meist nicht wechseln kann.

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Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel informiert allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Ob eine Position in deiner Abrechnung tatsächlich unzulässig ist, hängt von Mietvertrag und Einzelfall ab. Bei rechtlichen Fragen hilft dir ein Mieterverein oder ein Fachanwalt für Mietrecht.