DresdenStand November 2026
Grundsteuer in Dresden 2026: niedriger Hebesatz von 400 %
Dresden erhebt die Grundsteuer B seit der Reform mit einem Hebesatz von 400 %. Für 2026 hat die Stadt die Grundsteuer in derselben Höhe wie 2025 festgesetzt. Im Vergleich der Landeshauptstädte ist das günstig. Hier erfährst du, wie die Grundsteuer in Sachsen berechnet wird und was du in deiner Abrechnung prüfen kannst.

Von Phil Holthaus & Johann Slawski, Gründer von nebify — Nebenkostenabrechnungen, geprüft von Menschen und Software.
Zuletzt aktualisiert am 05.11.2026
Das Wichtigste in Kürze
- Der Hebesatz der Grundsteuer B beträgt in Dresden 400 %. Er gilt seit 2025 und auch 2026.
- Für 2026 hat die Stadt die Grundsteuer per öffentlicher Bekanntmachung in gleicher Höhe wie 2025 festgesetzt.
- Sachsen hat eigene Messzahlen: 0,36 Promille für Wohngrundstücke, 0,72 Promille für Geschäftshäuser.
- Für das Musterhaus des Steuerzahlerbunds zahlt man in Dresden 298,37 € im Jahr, nur Magdeburg ist günstiger.
- Im Beispiel mit 150 € Messbetrag und sechs Wohnungen zahlst du für 70 m² 100 € im Jahr.
Kurz beantwortet
In Dresden gilt für die Grundsteuer B ein Hebesatz von 400 %, seit 2025 und unverändert auch 2026. Die Stadt hat die Grundsteuer 2026 für alle, deren Messbetrag gleich geblieben ist, per öffentlicher Bekanntmachung in gleicher Höhe wie 2025 festgesetzt. Als Mieter trägst du deinen Anteil, wenn dein Mietvertrag die Betriebskosten auf dich überträgt. Im Beispiel mit 150 € Messbetrag sind das 100 € im Jahr für 70 m².
- Hebesatz Grundsteuer B 2025 und 2026
- 400 %
- sächsische Messzahl für Wohngrundstücke
- 0,36 ‰
- Grundsteuer des Musterhauses, Schnitt der Landeshauptstädte 527 €
- 298,37 €
Grundsteuer in Dresden 2025 und 2026
| Grundsteuer | 2025 | 2026 |
|---|---|---|
| Hebesatz Grundsteuer B | 400 % | 400 % |
| Hebesatz Grundsteuer A | 280 % | 280 % |
| Messzahl Wohngrundstücke (Sachsen) | 0,36 ‰ | 0,36 ‰ |
| Beispiel der Stadt: Wohnung mit 32,44 € Messbetrag | 129,76 € | 129,76 € |
Grundsteuer-Hebesatz-Satzung 2025 vom 24.10.2024. Für 2026 hat die Stadt die Grundsteuer im Amtsblatt e43-01-2026 in gleicher Höhe wie 2025 festgesetzt. Beispiel einer Eigentumswohnung laut Seite der Stadt.
Quelle: Landeshauptstadt Dresden: Grundsteuer-Hebesatz-Satzung 2025 vom 24.10.2024 · Dresdner Amtsblatt e43-01-2026: Festsetzung der Grundsteuer 2026 durch öffentliche Bekanntmachung · Landeshauptstadt Dresden: Grundsteuer · REVOSax: Sächsisches Grundsteuermesszahlengesetz
Grundsteuer Dresden im Vergleich der Landeshauptstädte
Für das Musterhaus des Steuerzahlerbunds zahlt man in Dresden 298,37 € Grundsteuer im Jahr. Nur Magdeburg ist mit 278,35 € günstiger. Der Schnitt der Landeshauptstädte liegt bei 527 €.
Der niedrige Hebesatz gleicht aus, dass die sächsischen Messzahlen für Wohnhäuser etwas höher sind als im Bund.
| Stadt | Grundsteuer pro Jahr |
|---|---|
| Stuttgart | 1.113,84 € |
| Bremen | 624 € |
| Durchschnitt aller 16 | 527 € |
| Potsdam | 320,40 € |
| Schwerin | 303,80 € |
| Dresden | 298,37 € |
| Magdeburg | 278,35 € |
Grundsteuer B für das Musterhaus des Bundes der Steuerzahler: Einfamilienhaus, Baujahr 1990, 120 m² Wohnfläche, 500 m² Grundstück. Stand 2026.
Quelle: Bund der Steuerzahler: Wohnnebenkosten-Vergleich der Landeshauptstädte 2026 · Bund der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen: Pressemitteilung 15/2026 vom 04.09.2026
Rechenbeispiel: Grundsteuer einer 70-m²-Wohnung in Dresden
Der Messbetrag ist angenommen, der Hebesatz ist echt. Den Messbetrag deines Hauses findest du im Grundsteuerbescheid.
Annahmen für das Beispiel
- Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen und 420 m² Wohnfläche
- Grundsteuermessbetrag: 150 €
- Deine Wohnung hat 70 m², verteilt wird nach Wohnfläche
| Grundsteuer des Hauses: 150 € × 400 % | 600,00 € |
|---|---|
| Dein Anteil: 600 € × 70 / 420 | 100,00 € |
| Pro Monat | 8,33 € |
Im Beispiel zahlst du 100 € Grundsteuer im Jahr, gut 8 € im Monat. 2026 bleibt der Betrag gleich, solange das Finanzamt den Messbetrag nicht ändert.
Beispielrechnung mit einem angenommenen Messbetrag. Was du wirklich zahlst, hängt vom Grundsteuerbescheid deines Hauses und dem vereinbarten Verteilerschlüssel ab.
So rechnet Sachsen die Grundsteuer
Sachsen rechnet nach dem Bundesmodell, also nach dem Wert von Grundstück und Gebäude, hat aber eigene Steuermesszahlen. Für Wohngrundstücke gilt 0,36 Promille statt 0,31 Promille, für Geschäftshäuser und gemischt genutzte Häuser 0,72 Promille. Wohnhäuser zahlen damit weniger als Geschäftshäuser, aber etwas mehr als nach den Bundeswerten.
Für Mieter in Häusern mit Läden heißt das: Gilt das Haus als gemischt genutzt, verdoppelt sich die Messzahl für das ganze Gebäude. Dann zahlen auch die Wohnungen deutlich mehr.
Keine neuen Bescheide für 2026
Wer 2026 die gleiche Grundsteuer zahlt wie 2025, hat keinen neuen Bescheid bekommen. Die Stadt hat die Grundsteuer im Januar 2026 durch öffentliche Bekanntmachung im Amtsblatt festgesetzt.
Für deine Abrechnung bedeutet das: Der Betrag 2026 muss genauso hoch sein wie 2025. Weicht er ab, gab es einen neuen Messbescheid. Frag dann danach.
Was in deiner Abrechnung stehen muss
In die Abrechnung gehört die Grundsteuer des Abrechnungsjahres: Messbetrag mal 400 geteilt durch 100.
Wurde der Messbetrag nach einem Einspruch geändert, darf der Vermieter nachberechnen, wenn er sich das in der Abrechnung vorbehalten hat (BGH, VIII ZR 264/12).
Wird nach Fläche verteilt, muss die Fläche von Läden oder Praxen im Haus in der Gesamtfläche stehen.
Was von der Position Grundsteuer umlagefähig ist
„die laufenden öffentlichen Lasten des Grundstücks, hierzu gehört namentlich die Grundsteuer“
Die Grundsteuer ist eine laufende öffentliche Last des Grundstücks. Dein Vermieter darf sie umlegen, wenn dein Mietvertrag die Betriebskosten auf dich überträgt (§ 556 Abs. 1 BGB).
Ohne andere Vereinbarung wird nach Wohnfläche verteilt (§ 556a Abs. 1 BGB).
Umlagefähig
- Grundsteuer B laut Bescheid oder Bekanntmachung
- Anteil nach Wohnfläche oder vereinbartem Schlüssel
- Nachzahlung nach geändertem Bescheid, wenn vorbehalten
Nicht umlagefähig
- Säumniszuschläge oder Zinsen
- Grundsteuer eines anderen Jahres
- Kosten für Einspruch oder Steuerberater
- Grundsteuer A
Typische Fehler in der Abrechnung
Betrag 2026 anders als 2025
Ohne neuen Messbescheid muss die Grundsteuer 2026 gleich hoch sein. Eine Abweichung braucht eine Erklärung.
Ladenfläche fehlt
Fehlt die Gewerbefläche in der Gesamtfläche, zahlen die Wohnungen den Anteil des Ladens mit.
Jahre vermischt
Bei Abrechnung über den Jahreswechsel müssen beide Jahre zeitanteilig eingehen.
Zuschläge eingerechnet
Säumniszuschläge trägt der Vermieter selbst.
So prüfst du die Grundsteuer in deiner Abrechnung
- 1
Hebesatz prüfen
Für 2025 und 2026 gilt 400 %.
- 2
Betrag nachrechnen
Messbetrag mal 400 geteilt durch 100 ergibt die Grundsteuer des Hauses.
- 3
Jahre vergleichen
2026 muss der Betrag gleich hoch sein wie 2025, wenn sich der Messbetrag nicht geändert hat.
- 4
Verteilung prüfen
Bei Verteilung nach Fläche müssen alle Einheiten im Haus in der Gesamtfläche stehen.
- 5
Belege anfordern
Du darfst den Grundsteuerbescheid einsehen (§ 556 Abs. 4 BGB).
Siehst du in deiner Abrechnung den Messbetrag?
Meist steht dort nur ein Betrag. Ob Hebesatz, Messbetrag und Verteilung stimmen, zeigt erst der Grundsteuerbescheid. Diesen Abgleich übernehmen wir.
Was du tun kannst
Passt die Grundsteuer nicht zum Bescheid, widersprich schriftlich und nenne Betrag und Grund.
Für Einwendungen hast du bis zum Ende des zwölften Monats nach Zugang der Abrechnung Zeit (§ 556 Abs. 3 S. 5 BGB).
Gegen den Hebesatz kannst du als Mieter nichts tun. Prüfen kannst du, ob Betrag, Jahr und Verteilung stimmen.
Ob Hebesatz, Steuerjahr und Verteilung in deiner Abrechnung stimmen, zeigt erst der Abgleich mit dem Grundsteuerbescheid. Unsicher, ob alles stimmt? Du kannst deine Nebenkostenabrechnung prüfen lassen, zuerst kostenlos im Vorab-Check und danach gründlich für 24,90 €.
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Häufige Fragen: Grundsteuer in Dresden
Wie hoch ist die Grundsteuer in Dresden 2026?
Gibt es 2026 neue Grundsteuerbescheide in Dresden?
Ist die Grundsteuer in Dresden niedrig?
Was ist das sächsische Grundsteuermodell?
Muss ich als Mieter in Dresden Grundsteuer zahlen?
Was zahlt eine Eigentumswohnung in Dresden?
Ist die Grundsteuer in deiner Dresdner Abrechnung richtig?
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Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel informiert allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Ob eine Position in deiner Abrechnung tatsächlich unzulässig ist, hängt von Mietvertrag und Einzelfall ab. Bei rechtlichen Fragen hilft dir ein Mieterverein oder ein Fachanwalt für Mietrecht.