5,0Google Bewertungenansehen →

RegensburgStand November 2026

Grundsteuer in Regensburg 2026: Hebesatz 510 % bleibt

Regensburg hat mit der Grundsteuer­reform den Hebesatz neu auf 510 % festgesetzt und behält ihn 2026 bei. Damit zählt die Stadt bundesweit zu den Großstädten mit der niedrigsten Grundsteuer. Hier siehst du, wie Bayern die Grundsteuer berechnet, ein Rechenbeispiel für eine Mietwohnung und worauf du in deiner Nebenkosten­abrechnung achten solltest.

Phil Holthaus und Johann Slawski, die Gründer von nebify

Von Phil Holthaus & Johann Slawski, Gründer von nebify — Nebenkostenabrechnungen, geprüft von Menschen und Software.

Zuletzt aktualisiert am 05.11.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Hebesatz der Grundsteuer B liegt in Regensburg 2025 und 2026 bei 510 %.
  • Die Satzung vom 24.10.2024 gilt ab 2025 und für die Folgejahre.
  • Im Grundsteuer­ranking 2025 liegt Regensburg auf Platz 10 von 100 Großstädten. 2024 war es Platz 1.
  • Bayern rechnet nach Flächen: 0,04 € je m² Grundstück und 0,50 € je m² Wohn­fläche, Wohnen nur zu 70 %.
  • Im Rechenbeispiel zahlt eine 70-m²-Wohnung 145,35 € Grundsteuer im Jahr.

Kurz beantwortet

In Regensburg gilt für die Grundsteuer B 2026 ein Hebesatz von 510 %, wie schon 2025. Die Grundsteuer eines Hauses ist der Messbetrag mal 5,1. Im Beispielhaus mit sechs Wohnungen zahlst du für 70 m² 145,35 € im Jahr, gut 12 € im Monat. Für ein typisches Einfamilien­haus hat Haus & Grund 2025 nur 329 € errechnet, 6 € weniger als 2024. Ist deine Grundsteuer 2026 höher als 2025, frag nach dem Bescheid.

Hebesatz Grundsteuer B 2026, wie 2025
510 %
Grundsteuer 2025 für ein Musterhaus laut Haus & Grund
329 €
von 100 Großstädten im Grundsteuerranking 2025
Platz 10

Grundsteuer-Hebesätze Regensburg 2025 und 2026

Grundsteuer in Regensburg: Vorjahr und 2026
Hebesatz20252026
Grundsteuer B (Grundstücke)510 %510 %
Grundsteuer A (Land- und Forstwirtschaft)295 %295 %

Hebesatz­satzung Grundsteuer der Stadt Regensburg vom 24.10.2024, bekannt gemacht im Amtsblatt Nr. 45 vom 04.11.2024, gültig ab dem Haushalts­jahr 2025 und für die Folgejahre.

Quelle: Stadt Regensburg: Amtsblatt Nr. 45 vom 04.11.2024 mit der Hebesatzsatzung Grundsteuer

Grundsteuer Regensburg im Vergleich mit Bayerns Großstädten

Im Grundsteuer­ranking von Haus & Grund war Regensburg 2024 noch die günstigste der 100 größten Städte. Für 2025 liegt es mit 329 € für ein Einfamilien­haus auf Platz 10. Den ersten Platz hat Zwickau übernommen.

In Bayern kommt nur Ingolstadt günstiger weg. Würzburg hatte 2025 denselben Hebesatz wie Regensburg.

Grundsteuer 2025 für ein Musterhaus, Großstädte in Bayern
StadtMusterhaus 2025 (Hebesatz)
Ingolstadt306 € (475 %)
Regensburg329 € (510 %)
Würzburg329 € (510 %)
Erlangen380 € (590 %)
Fürth425 € (660 %)
Augsburg432 € (670 %)
Nürnberg502 € (780 %)
München531 € (824 %)

Grundsteuer B im Jahr 2025 für ein Einfamilien­haus mit 508 m² Grundstück und 126 m² Wohn­fläche, in Klammern der Hebesatz 2025.

Quelle: IW Consult / Haus & Grund Deutschland: Grundsteuerranking 2025

Rechenbeispiel: Grundsteuer einer 70-m²-Wohnung in Regensburg

Das Haus ist ausgedacht, Formel und Hebesatz sind echt. So kommt aus Flächen ein Betrag in deiner Abrechnung.

Annahmen für das Beispiel

  • Mehrfamilien­haus mit sechs Wohnungen und 420 m² Wohn­fläche
  • Grundstück mit 600 m², reine Wohn­nutzung
  • Deine Wohnung hat 70 m², verteilt wird nach Wohn­fläche
Rechenweg
Grundstück: 600 m² × 0,04 €24,00 €
Wohnfläche: 420 m² × 0,50 € × 70 %147,00 €
Grundsteuermessbetrag des Hauses171,00 €
Grundsteuer 2026: 171 € × 510 %872,10 €
Dein Anteil: 872,10 € × 70 / 420145,35 €
Das sind im Monat12,11 €

Du zahlst im Beispiel 145,35 € im Jahr. Dasselbe Haus käme in Nürnberg 2026 auf 213,75 € für deine Wohnung, in Augsburg auf 190,95 €. Der Unterschied liegt in Bayern allein am Hebesatz.

Beispielrechnung mit einem angenommenen Messbetrag. Was du wirklich zahlst, hängt vom Grundsteuerbescheid deines Hauses und dem vereinbarten Verteilerschlüssel ab.

Flächen statt Werte: das bayerische Modell

In Bayern zählt für die Grundsteuer nur die Fläche. Grundstücke gehen mit 0,04 € je Quadratmeter ein, Gebäude mit 0,50 € je Quadratmeter, Wohn­flächen davon zu 70 %. Der Bodenwert spielt keine Rolle.

Für Regensburg mit seinen hohen Grundstücks­preisen ist das ein Vorteil. In Ländern mit wertabhängigem Modell steigt die Grundsteuer dort, wo Boden teuer ist. In Bayern bleibt sie davon unberührt.

Das Finanzamt setzt aus den Flächen den Messbetrag fest. Die Stadt multipliziert ihn mit dem Hebesatz.

510 % seit 2025: was die Reform geändert hat

Mit der Reform sind die Messbeträge vieler Häuser kleiner geworden. Damit die Stadt insgesamt so viel einnimmt wie vorher, hat der Stadtrat am 24.10.2024 den Hebesatz auf 510 % festgesetzt.

Für das typische Einfamilien­haus hat sich dadurch wenig geändert: Laut Haus & Grund sind es 2025 sechs Euro weniger als 2024. Bei einzelnen Häusern kann der Unterschied größer sein, in beide Richtungen.

2026 bleibt der Hebesatz gleich. Eine höhere Grundsteuer in deiner Abrechnung 2026 muss also am Messbetrag oder an der Verteilung liegen.

Worauf du in der Abrechnung achten solltest

In Häusern mit Läden oder Büros zählt deren Fläche mit 100 %, die Wohn­fläche nur mit 70 %. Der Vermieter muss den höheren Gewerbe­anteil vorab herausrechnen, bevor er auf die Wohnungen verteilt.

Rechnet dein Vermieter über den Jahreswechsel ab, gehören zu deinem Zeitraum zwei Steuerjahre. Für 2024 gelten der alte Messbetrag und der alte Hebesatz, ab 2025 der neue Messbetrag mit 510 %.

Hat das Finanzamt einen Messbetrag nach einem Einspruch geändert, kann eine Erstattung fällig werden. Dein Anteil daran gehört in die Abrechnung.

Was von der Position Grundsteuer umlagefähig ist

„die laufenden öffentlichen Lasten des Grundstücks, hierzu gehört namentlich die Grundsteuer“
§ 2 Nr. 1 Betriebskostenverordnung (BetrKV)

Die Grundsteuer ist eine öffentliche Last des Grundstücks. Dein Vermieter darf sie umlegen, wenn dein Mietvertrag die Betriebs­kosten auf dich überträgt (§ 556 Abs. 1 BGB).

Verteilt wird nach dem vereinbarten Schlüssel, ohne Vereinbarung nach Wohn­fläche (§ 556a Abs. 1 S. 1 BGB).

Umlagefähig

  • Grundsteuer B laut Bescheid für das Abrechnungs­jahr
  • Nachzahlung aus einem geänderten Bescheid für dasselbe Jahr

Nicht umlagefähig

  • Säumnis­zuschläge und Mahngebühren
  • Grundsteuer für andere Jahre als den Abrechnungs­zeitraum
  • Kosten für Einspruch oder Steuerberatung des Vermieters
  • Grundsteuer­anteil eines Ladens oder Büros im Haus

Typische Fehler in der Abrechnung

  • Gewerbe zum Wohnsatz

    Läden und Büros zählen in Bayern mit 100 % ihrer Fläche. Werden sie einfach nach Fläche mitverteilt, zahlen die Mieter zu viel.

  • Alte und neue Grundsteuer vermischt

    Bei Abrechnungs­zeiträumen über den Jahreswechsel 2024/2025 müssen beide Steuerjahre zeitanteilig angesetzt sein.

  • Erstattung nicht weitergegeben

    Wurde der Messbetrag gesenkt, steht dir dein Anteil an der Erstattung zu.

  • Zuschläge umgelegt

    Säumnis­zuschläge entstehen durch verspätete Zahlung des Vermieters. Sie gehören nicht in die Abrechnung.

  • Leerstand verteilt

    Bei Verteilung nach Wohn­fläche bleibt der Anteil leer stehender Wohnungen beim Vermieter.

So prüfst du die Grundsteuer in deiner Abrechnung

  1. 1

    Hebesatz prüfen

    Für 2025 und 2026 muss im Bescheid 510 % stehen.

  2. 2

    Betrag nachrechnen

    Messbetrag mal 510 geteilt durch 100 ergibt die Grundsteuer des Hauses.

  3. 3

    Mit 2025 vergleichen

    Bei gleichem Messbetrag bleibt die Grundsteuer 2026 gleich.

  4. 4

    Gewerbe herausrechnen

    Frag nach, wie der Anteil von Läden oder Büros abgezogen wurde.

  5. 5

    Bescheide einsehen

    Nach § 556 Abs. 4 BGB kannst du Einsicht in Grundsteuer- und Messbescheid verlangen.

Weißt du, welcher Messbetrag für dein Haus gilt?

In der Abrechnung steht nur ein Betrag. Ob er zu Messbetrag und Hebesatz passt, zeigt erst der Bescheid. Diesen Abgleich übernehmen wir.

Was du tun kannst

Passt die Grundsteuer nicht zum Bescheid, widersprich schriftlich und nenne den Betrag, den du für falsch hältst. Für Einwendungen hast du zwölf Monate ab Zugang der Abrechnung Zeit (§ 556 Abs. 3 S. 5 BGB).

Kam ein geänderter Bescheid erst nach der Abrechnung, darf sich der Vermieter laut Bundes­gerichts­hof eine Nachberechnung vorbehalten (VIII ZR 264/12). Eine Erstattung muss er weitergeben.

Ob Hebesatz, Steuerjahr und Verteilung in deiner Abrechnung stimmen, zeigt erst der Abgleich mit dem Grundsteuerbescheid. Wenn du deine Nebenkostenabrechnung prüfen lassen willst, gehen wir jede Position einzeln durch und schicken dir einen Prüfbericht mit fertigem Schreiben an deinen Vermieter.

Prüfung durch nebify

Grundsteuer in deiner Regensburger Abrechnung prüfen lassen

Niedriger Hebesatz, aber neue Messbeträge und gemischt genutzte Häuser in der Altstadt: Wir prüfen Bescheid, Hebesatz und Verteilung und zeigen dir, was du beanstanden kannst.

  • Vorab-Checkkostenlos

    Abrechnung hochladen und in 2 Minuten sehen, ob sich eine Prüfung lohnt.

  • Prüfbericht24,90 €

    Jede Position mit Rechtsgrundlage geprüft, dazu ein fertiges Widerspruchsschreiben an deinen Vermieter.

  • Pro Service44,90 €

    Prüfbericht plus persönliche Begleitung bei der Klärung mit deinem Vermieter (8 Wochen).

  • Prüfbericht in 48 Stunden, sobald alle Unterlagen da sind
  • Geprüft von Menschen und Software
  • Geld-zurück-Garantie, einmalig pro Abrechnung, kein Abo

Häufige Fragen: Grundsteuer in Regensburg

Wie hoch ist der Hebesatz der Grundsteuer in Regensburg 2026?
510 % für die Grundsteuer B, wie schon 2025. Die Hebesatzsatzung vom 24.10.2024 gilt ab 2025 und für die Folgejahre.
Ist die Grundsteuer in Regensburg niedrig?
Ja. Im Grundsteuerranking 2025 von Haus & Grund liegt Regensburg auf Platz 10 der 100 größten Städte, 2024 sogar auf Platz 1. Für ein typisches Einfamilienhaus wurden 2025 329 € errechnet.
Wie berechne ich die Grundsteuer in Regensburg?
Das Finanzamt rechnet aus den Flächen den Messbetrag: 0,04 € je m² Grundstück plus 0,35 € je m² Wohnfläche. Messbetrag mal 510 geteilt durch 100 ergibt die Grundsteuer.
Wie viel Grundsteuer zahlt ein Mieter in Regensburg?
Im Beispiel mit sechs Wohnungen, 420 m² Wohnfläche und 600 m² Grundstück sind es für 70 m² 145,35 € im Jahr, gut 12 € im Monat.
Warum spielt der Bodenwert in Regensburg keine Rolle?
Bayern hat ein reines Flächenmodell. Weder Bodenrichtwert noch Lage fließen in den Messbetrag ein. Teure Lagen zahlen deshalb nicht mehr als günstige.
Darf der Vermieter die Grundsteuer auf Mieter umlegen?
Ja, wenn der Mietvertrag die Umlage der Betriebskosten vorsieht. Die Grundsteuer gehört nach § 2 Nr. 1 BetrKV zu den umlagefähigen Kosten.

Ist die Grundsteuer in deiner Regensburger Abrechnung richtig?

Lade deine Nebenkosten­abrechnung im kosten­losen Vorab-Check hoch. Danach weißt du, ob sich eine Prüfung der Grundsteuer und der übrigen Posten lohnt.

Nebenkostenabrechnung prüfen lassen

Für die vollständige Prüfung gilt unsere Geld-zurück-Garantie.

Mehr zu Gebühren in Regensburg

Grundsteuer in 2 weiteren Städten

Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel informiert allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Ob eine Position in deiner Abrechnung tatsächlich unzulässig ist, hängt von Mietvertrag und Einzelfall ab. Bei rechtlichen Fragen hilft dir ein Mieterverein oder ein Fachanwalt für Mietrecht.