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BochumStand November 2026

Fernwärmepreise in Bochum 2026

In Bochum kommt die Fernwärme von der FUW, einer Gesellschaft der Stadtwerke Bochum. Zum 1. Oktober 2026 ist der Arbeitspreis kräftig gestiegen: von 10,45 auf 12,18 ct/kWh netto, das sind jetzt 14,49 ct brutto.

Phil Holthaus und Johann Slawski, die Gründer von nebify

Von Phil Holthaus & Johann Slawski, Gründer von nebify — Nebenkostenabrechnungen, geprüft von Menschen und Software.

Zuletzt aktualisiert am 05.11.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • FUW verlangt im Tarif Fernwärme-Preisregelung 14,49 ct je kWh brutto, alle verbrauchsabhängigen Bestandteile zusammen (Preisstand 1. Oktober 2026).
  • Für eine 70‑m²‑Wohnung in unserem Musterhaus sind das rund 1.639 € im Jahr für die Wärme. Damit liegt Bochum auf Platz 11 von 19 Städten, gezählt von günstig nach teuer.
  • Die Preise ändern sich zum 1. April und 1. Oktober, beim Lohnanteil auch dazwischen. In deiner Abrechnung muss der Verbrauch dann zeitanteilig auf die Preisstände verteilt werden.
  • Den Preis kannst du als Mieter nicht angreifen, die Abrechnung schon: Rechnung des Versorgers, Preisblatt, bestellte Leistung und CO₂-Anteil.

Die Preise von FUW

Fernwärme-Preisregelung, Preisstand 1. Oktober 2026. Groß der Bruttopreis mit 19 % Umsatzsteuer, darunter netto.

Arbeitspreis
14,49 ct/kWhnetto 12,18
Jahresgrundpreis
45,70 €/kWnetto 38,40
Warmwasserpreis (primärseitiger Anschluss)
22,50 €/m³netto 18,91
Messpreis bis 16,7 l/min
10,47 €/Monatnetto 8,80

Quelle: FUW/Stadtwerke Bochum: Fernwärme-Preisregelung, Preisstand 01.10.2026, abgerufen am 5. November 2026.

Was kostet das für eine 70-m²-Wohnung?

im Jahr für eine 70-m²-Wohnung, brutto
1.639 €
je kWh mit allen Preisbestandteilen
18,01 ct
davon fest, unabhängig vom Verbrauch
20 %
  1. Verbrauch: 91.000 kWh × 12,180 ct = 11.083,80 € netto
  2. Grundpreis: 70 kW × 38,40 € = 2.688,00 € netto
  3. Haus zusammen: 13.771,80 € netto, mit 19 % Umsatzsteuer 16.388,44 €
  4. Ein Zehntel davon für die 70‑m²‑Wohnung: 1.638,84 €

Musterhaus: 10 Wohnungen, 700 m², 70 kW, 91.000 kWh im Jahr für Heizung und Warmwasser. Ohne Messpreis und ohne Kosten der Hausanlage wie Pumpenstrom und Wartung. In der echten Abrechnung zählt zu 50 bis 70 % dein Verbrauch, der Rest nach Fläche.

Was in Bochum auffällt

  • Der Sprung im Oktober 2026 beträgt rund 17 %. Er trifft erst die Abrechnung 2026, und dort nur für die Monate ab Oktober. Der Verbrauch muss also nach Zeitanteilen auf beide Preise verteilt werden.
  • Ändert sich der Tariflohn, kann die FUW den Preis auch zwischen den beiden Stichtagen anpassen, ab dem laufenden oder folgenden Monat. Bei Erdgas, Wärmeindex und CO₂ gilt nur der 1. April und 1. Oktober.
  • Bei primärseitigem Anschluss rechnet die FUW das Warmwasser getrennt je m³ ab. Das Frischwasser selbst ist darin nicht enthalten.

Preisentwicklung bei FUW

Abct/kWh netto€/kW netto
01.10.202510,7537,58
01.04.202610,4537,58
01.10.202612,1838,40

Nur Werte aus veröffentlichten Preisblättern und Bekanntmachungen des Versorgers.

So landet die Fernwärme in deiner Heizkostenabrechnung

Fernwärme wird an das ganze Haus geliefert. Dein Vermieter bekommt von FUW eine Jahresrechnung und verteilt sie mit der Heizkostenabrechnung auf alle Wohnungen. Umlagefähig sind das Entgelt für die Wärmelieferung, also Arbeits-, Grund- und Messpreis, und die Kosten der Hausanlage, etwa Strom für die Pumpen und die Wartung der Übergabestation (§ 7 Abs. 4 HeizkostenV).

Die Summe wird zu 50 bis 70 % nach dem gemessenen Verbrauch und zu 30 bis 50 % nach Wohnfläche verteilt (§ 7 Abs. 1 HeizkostenV). Auch der Grundpreis des Versorgers geht in diese Summe ein. Er wird also nicht gesondert nach Fläche abgerechnet.

Ändert FUW die Preise im Abrechnungsjahr, muss der Verbrauch zeitanteilig auf alte und neue Preise verteilt werden, mit Rücksicht auf die Heizperiode (§ 24 Abs. 3 AVBFernwärmeV). Einmalige Beträge wie Baukostenzuschuss oder Hausanschlusskosten gehören nicht in die Abrechnung.

Fünf Punkte, die du prüfen kannst

  1. 1

    Rechnung des Versorgers ansehen

    Verlange über die Belegeinsicht die Jahresrechnung von FUW und vergleiche Betrag, Zeitraum und gelieferte kWh mit deiner Heizkostenabrechnung. Gutschriften gehören ebenfalls hinein.

  2. 2

    Preise mit dem Preisblatt abgleichen

    Liegen die Preise auf der Rechnung über den veröffentlichten Werten für deinen Zeitraum, frag nach. Gab es im Jahr mehrere Preisstände, müssen alle zeitanteilig auftauchen.

  3. 3

    Bestellte Leistung hinterfragen

    Der Grundpreis hängt an der gebuchten Leistung. Ist sie nach einer Dämmung oder einem Heizungstausch zu hoch, zahlt das Haus jedes Jahr zu viel. Senken kann sie nur dein Vermieter (§ 3 AVBFernwärmeV), sprich ihn darauf an.

  4. 4

    CO₂-Anteil des Vermieters

    Auch bei Fernwärme teilen sich Mieter und Vermieter die CO₂-Kosten (§ 2 CO2KostAufG). Der Versorger muss die Angaben dafür auf seiner Rechnung ausweisen. Fehlt der Vermieteranteil in deiner Abrechnung, frag nach dem Grund.

  5. 5

    Umstellung während deiner Mietzeit

    Hat dein Vermieter während deiner Mietzeit auf Fernwärme umgestellt, darf dich das nicht mehr kosten als die alte Heizung. Ankündigen musste er es drei Monate vorher in Textform (§ 556c BGB).

Ob die Fernwärme von FUW richtig in deiner Abrechnung gelandet ist, zeigt erst der Abgleich mit Rechnung und Preisblatt. Am einfachsten ist es, die Nebenkostenabrechnung von nebify prüfen zu lassen: Der Vorab-Check ist kostenlos, der Prüfbericht mit Schreiben an den Vermieter kostet 24,90 €.

Wann du widersprechen kannst

  • Einwände musst du spätestens zwölf Monate nach Zugang der Abrechnung erheben (§ 556 Abs. 3 S. 5 BGB). Danach sind auch berechtigte Einwände meist verloren.
  • Ein hoher Fernwärmepreis allein ist kein Fehler. Dein Vermieter muss zwar wirtschaftlich handeln (§ 556 Abs. 3 S. 1 BGB), der Hinweis auf Durchschnittswerte reicht als Beweis aber nicht (BGH, Urteil vom 06.07.2011, VIII ZR 340/10).
  • Widersprechen lohnt sich bei konkreten Fehlern: ein Preis über dem Preisblatt, ein ganzes Jahr zum neuesten Preis, nicht umlagefähige Posten, ein fehlender CO₂-Anteil oder eine Umstellung ohne die Voraussetzungen des § 556c BGB.
  • Den Teil der Nachzahlung, gegen den du nichts einwendest, solltest du zahlen. Kürze nur, was du begründen kannst.

Fernwärme in anderen Städten

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  • Geprüft von Menschen und Software
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Häufige Fragen zur Fernwärme in Bochum

Wie hoch ist der Fernwärmepreis in Bochum 2026?
FUW GmbH (Stadtwerke Bochum) verlangt im Tarif Fernwärme-Preisregelung 14,49 ct je kWh brutto (Preisstand 1. Oktober 2026). Dazu kommt ein Grundpreis: Jahresgrundpreis 45,70 €/kW (brutto).
Was kostet Fernwärme für eine 70-m²-Wohnung in Bochum?
Im Musterhaus mit 10 Wohnungen, 70 kW Anschlussleistung und 91.000 kWh im Jahr kostet die Wärme 16.388 € brutto. Auf eine 70‑m²‑Wohnung mit durchschnittlichem Verbrauch entfallen rund 1.639 € im Jahr, das sind 18,01 ct je kWh. Messdienst, Pumpenstrom und Wartung kommen in der Heizkostenabrechnung noch dazu.
Wie oft ändert FUW die Fernwärmepreise?
Zum 1. April und 1. Oktober, beim Lohnanteil auch dazwischen. Ändert sich der Preis im Abrechnungsjahr, muss der Verbrauch zeitanteilig auf alten und neuen Preis verteilt werden, unter Berücksichtigung der jahreszeitlichen Schwankungen (§ 24 Abs. 3 AVBFernwärmeV).
Wo finde ich das Preisblatt von FUW?
Auf der Website des Versorgers. Fernwärmeversorger müssen ihre Preise, Preisänderungsklauseln und Preisbestandteile im Internet veröffentlichen (§ 1a AVBFernwärmeV). Das aktuelle Dokument verlinken wir unten unter Quellen: FUW/Stadtwerke Bochum: Fernwärme-Preisregelung, Preisstand 01.10.2026.
Ist Fernwärme in Bochum teuer?
Im Vergleich von 19 Städten liegt Bochum im Musterhaus auf Platz 11 (1 = günstigste) und damit über dem mittleren Wert von 17,65 ct je kWh brutto. Ein hoher Preis ist aber noch kein Fehler in deiner Abrechnung, weil das Haus den Versorger meist nicht wechseln kann.

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Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel informiert allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Ob eine Position in deiner Abrechnung tatsächlich unzulässig ist, hängt von Mietvertrag und Einzelfall ab. Bei rechtlichen Fragen hilft dir ein Mieterverein oder ein Fachanwalt für Mietrecht.