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Heizspiegel 2026: So ordnest du deine Heizkosten ein

Heizkosten aktuell

Rechtsstand: Oktober 2026

Heizspiegel 2026: So ordnest du deine Heizkosten ein

Sind deine Heizkosten normal oder zu hoch? Der Heizspiegel 2026 liefert Vergleichswerte für das Abrechnungsjahr 2025, getrennt nach Energieträger und Gebäudegröße. Wir zeigen dir alle Werte, rechnen ein Beispiel durch und erklären, was der Heizspiegel kann und was nicht.

Phil Holthaus und Johann Slawski, die Gründer von nebify

Von Phil Holthaus & Johann Slawski, Gründer von nebify — Nebenkostenabrechnungen, geprüft von Menschen und Software.

Zuletzt aktualisiert am 12.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut Heizspiegel 2026 kostete eine 70-m²-Wohnung 2025 mit Erdgas rund 1.170 €, mit Heizöl 1.030 €, mit Fernwärme 1.295 € und mit Wärmepumpe 715 € (co2online).
  • Für 2026 erwartet co2online bei Heizöl rund 24 % und bei Pellets 17 % mehr, bei Erdgas rund 4 % weniger.
  • Die Vergleichswerte gelten für das ganze Gebäude: Verbrauch und Kosten des Hauses geteilt durch seine Wohnfläche.
  • Liegt dein Haus bei „zu hoch“, sind 90 % der Wohngebäude effizienter. Ein Fehler in der Abrechnung ist das noch nicht.
  • Für einzelne Wohnungen in zentral beheizten Häusern ist der Heizspiegel nicht gedacht. Dafür helfen Vorjahr, Belege und die Prüfung der Verteilung.

Abrechnung schon im Briefkasten? Liegt dein Haus im Heizspiegel bei „erhöht“ oder „zu hoch“? Lade deine Heizkostenabrechnung im kostenlosen Vorab-Check hoch und sieh in 2 Minuten, ob sich eine Prüfung lohnt.

Inhalt
  1. 1. Kurz beantwortet
  2. 2. Was der Heizspiegel 2026 ist
  3. 3. Normale Heizkosten für 70 m²
  4. 4. Heizspiegel 2026: alle Vergleichswerte
  5. 5. So ordnest du dein Haus ein
  6. 6. Rechenbeispiel: Mehrfamilienhaus mit Erdgas
  7. 7. Was der Heizspiegel nicht kann
  8. 8. Heizspiegel und Betriebskostenspiegel
  9. 9. Typische Fehler beim Vergleichen
  10. 10. Dein Haus liegt bei „zu hoch“: was du tun kannst
  11. 11. Ausblick: Heizkosten 2026
  12. 12. Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Der Heizspiegel 2026 zeigt, was Heizen im Abrechnungsjahr 2025 gekostet hat und ab wann ein Gebäude zu viel verbraucht. Für eine durchschnittliche 70-m²-Wohnung im Mehrfamilienhaus nennt co2online 1.170 € mit Erdgas, 1.030 € mit Heizöl, 1.295 € mit Fernwärme, 735 € mit Holzpellets und 715 € mit Wärmepumpe. Die ausführliche Tabelle teilt jedes Gebäude je nach Verbrauch und Kosten je Quadratmeter in vier Stufen ein: niedrig, mittel, erhöht und zu hoch. Bewertet wird immer das ganze Haus, nicht deine einzelne Wohnung.

Was der Heizspiegel 2026 ist

Den Heizspiegel für Deutschland gibt die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online heraus, zusammen mit dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund. Er wird vom Bundesumweltministerium gefördert und beruht nach Angaben von co2online auf der Auswertung zehntausender Abrechnungen. Die Ausgabe 2026 ist am 22. September 2026 erschienen, der Flyer trägt den Stand September 2026.

Wichtig ist das Jahr: Der Heizspiegel 2026 bewertet das Abrechnungsjahr 2025. Du vergleichst also deine Heizkostenabrechnung 2025 mit dem Heizspiegel 2026. Die Werte enthalten Raumwärme und Warmwasser und beziehen sich auf die gesamte Wohnfläche eines Gebäudes.

Auch die Heizkostenverordnung kennt Vergleichswerte. Sie verlangt aber keinen Heizspiegel, sondern einen Vergleich mit einem Durchschnittsnutzer, in der Abrechnung und in der monatlichen Verbrauchsinformation:

„einen Vergleich mit dem Verbrauch eines normierten oder durch Vergleichstests ermittelten Durchschnittsnutzers derselben Nutzerkategorie“
§ 6a Abs. 2 Nr. 3 HeizkostenV (Inhalt der monatlichen Verbrauchsinformation)

Normale Heizkosten für 70 m²

Die meistgesuchte Frage ist einfach: Was sind normale Heizkosten für 70 Quadratmeter? co2online beantwortet sie für eine durchschnittliche Wohnung dieser Größe in einem Mehrfamilienhaus:

Heizkosten einer 70-m²-Wohnung im Mehrfamilienhaus
Energieträger2025Im Monat2026 (Prognose)
Erdgas1.170 € (+14 %)98 €1.120 € (−4 %)
Heizöl1.030 € (0 %)86 €1.275 € (+24 %)
Fernwärme1.295 € (+6 %)108 €1.310 € (+1 %)
Wärmepumpe715 € (+5 %)60 €735 € (+3 %)
Holzpellets735 € (+20 %)61 €860 € (+17 %)

Quelle: co2online, Pressemitteilung zum Heizspiegel 2026 vom 22.09.2026. Prozent: Veränderung gegenüber dem Vorjahr. Monatswert von uns gerundet (Jahreswert ÷ 12).

Für ein Einfamilienhaus mit 130 m² nennt co2online für 2025 zum Beispiel 2.040 € mit Erdgas, 2.145 € mit Heizöl und 1.260 € mit Wärmepumpe. Die Unterschiede zwischen den Energieträgern sind also groß. Sie sagen aber nichts darüber, ob deine Abrechnung stimmt. Eine Wohnung mit Fernwärme ist nicht falsch abgerechnet, weil sie mehr kostet als eine mit Wärmepumpe.

Der Heizspiegel nennt auch den CO₂-Ausstoß einer 70-m²-Wohnung im Jahr, nach Daten des Umweltbundesamts: rund 2,8 Tonnen mit Heizöl, 2,1 Tonnen mit Erdgas, 1,8 Tonnen mit Fernwärme, 0,9 Tonnen mit Wärmepumpe und 0,2 Tonnen mit Holzpellets. Für deine Abrechnung ist das mehr als eine Umweltzahl. Bei Öl und Gas steckt in jeder Tonne ein CO₂-Preis, 2025 waren es 55 € je Tonne. Je schlechter das Haus gedämmt ist, desto größer ist der Teil davon, den dein Vermieter tragen muss. Steht dein Haus im Heizspiegel bei „zu hoch“, sollte in der Abrechnung meist auch ein spürbarer Vermieteranteil an den CO₂-Kosten stehen.

Heizspiegel 2026: alle Vergleichswerte

Die Tabelle des Heizspiegels ordnet ein Gebäude in vier Stufen ein. Je Zelle steht oben der Verbrauch in kWh je m² Wohnfläche und Jahr, darunter die Kosten in Euro je m² und Jahr. Die Werte gelten für das Abrechnungsjahr 2025 und enthalten Heizung und Warmwasser.

Gebäude mit 80 bis 150 m² Wohnfläche
Energieträgerniedrigmittelerhöhtzu hoch
Erdgasbis 65 kWh
bis 8,00 €
bis 127 kWh
bis 15,70 €
bis 220 kWh
bis 27,20 €
ab 221 kWh
ab 27,21 €
Heizölbis 106 kWh
bis 10,00 €
bis 176 kWh
bis 16,50 €
bis 280 kWh
bis 26,30 €
ab 281 kWh
ab 26,31 €
Fernwärmebis 42 kWh
bis 6,80 €
bis 96 kWh
bis 15,70 €
bis 202 kWh
bis 33,00 €
ab 203 kWh
ab 33,01 €
Wärmepumpebis 19 kWh
bis 5,10 €
bis 36 kWh
bis 9,70 €
bis 77 kWh
bis 20,60 €
ab 78 kWh
ab 20,61 €
Holzpelletsbis 74 kWh
bis 5,40 €
bis 152 kWh
bis 10,90 €
bis 259 kWh
bis 18,60 €
ab 260 kWh
ab 18,61 €
Gebäude mit 150 bis 250 m² Wohnfläche
Energieträgerniedrigmittelerhöhtzu hoch
Erdgasbis 67 kWh
bis 8,30 €
bis 123 kWh
bis 15,20 €
bis 197 kWh
bis 24,40 €
ab 198 kWh
ab 24,41 €
Heizölbis 95 kWh
bis 8,90 €
bis 149 kWh
bis 14,00 €
bis 231 kWh
bis 21,70 €
ab 232 kWh
ab 21,71 €
Fernwärmebis 47 kWh
bis 7,60 €
bis 103 kWh
bis 16,70 €
bis 181 kWh
bis 29,50 €
ab 182 kWh
ab 29,51 €
Wärmepumpebis 18 kWh
bis 4,70 €
bis 33 kWh
bis 8,80 €
bis 67 kWh
bis 17,90 €
ab 68 kWh
ab 17,91 €
Holzpelletsbis 72 kWh
bis 5,20 €
bis 139 kWh
bis 10,00 €
bis 220 kWh
bis 15,80 €
ab 221 kWh
ab 15,81 €
Gebäude mit 250 bis 500 m² Wohnfläche
Energieträgerniedrigmittelerhöhtzu hoch
Erdgasbis 64 kWh
bis 10,10 €
bis 120 kWh
bis 16,70 €
bis 194 kWh
bis 25,50 €
ab 195 kWh
ab 25,51 €
Heizölbis 81 kWh
bis 10,30 €
bis 128 kWh
bis 14,70 €
bis 206 kWh
bis 22,00 €
ab 207 kWh
ab 22,01 €
Fernwärmebis 39 kWh
bis 8,20 €
bis 103 kWh
bis 18,50 €
bis 175 kWh
bis 29,70 €
ab 176 kWh
ab 29,71 €
Wärmepumpebis 17 kWh
bis 6,40 €
bis 31 kWh
bis 10,20 €
bis 67 kWh
bis 19,40 €
ab 68 kWh
ab 19,41 €
Holzpelletsbis 58 kWh
bis 6,50 €
bis 116 kWh
bis 10,50 €
bis 209 kWh
bis 16,70 €
ab 210 kWh
ab 16,71 €
Gebäude mit über 500 m² Wohnfläche
Energieträgerniedrigmittelerhöhtzu hoch
Erdgasbis 60 kWh
bis 9,70 €
bis 119 kWh
bis 16,50 €
bis 188 kWh
bis 24,70 €
ab 189 kWh
ab 24,71 €
Heizölbis 69 kWh
bis 9,10 €
bis 132 kWh
bis 15,00 €
bis 224 kWh
bis 23,70 €
ab 225 kWh
ab 23,71 €
Fernwärmebis 48 kWh
bis 9,80 €
bis 93 kWh
bis 16,80 €
bis 154 kWh
bis 26,40 €
ab 155 kWh
ab 26,41 €

Quelle: co2online, Heizspiegel für Deutschland 2026 (Flyer, Stand September 2026), Werte je m² Gebäudefläche und Jahr. Für Gebäude über 500 m² weist der Flyer nur Erdgas, Heizöl und Fernwärme aus.

  • niedrig

    Besser geht es kaum.

  • mittel

    Das Gebäude liegt im Durchschnitt.

  • erhöht

    Jedes zweite Haus verbraucht weniger.

  • zu hoch

    90 % aller Wohngebäude sind effizienter als dieses Haus.

So ordnest du dein Haus ein

  1. 1

    Zahlen aus der Heizkostenabrechnung suchen

    Du brauchst den Energieverbrauch des ganzen Gebäudes, die Heizkosten des Gebäudes (auch „Gesamtkosten“ oder „Heiz- und Warmwasserkosten“) und die Wohnfläche des Gebäudes. Die stehen meist auf der ersten Seite.

  2. 2

    In Kilowattstunden umrechnen

    Steht der Verbrauch in Litern Heizöl oder Kubikmetern Erdgas da, rechnet der Heizspiegel mit rund 10 kWh je Liter oder Kubikmeter. Sind Kaltwasserkosten in den Heizkosten enthalten, zieh sie ab.

  3. 3

    Durch die Fläche teilen

    Verbrauch ÷ Gebäudefläche ergibt kWh je m² und Jahr, Kosten ÷ Gebäudefläche ergibt Euro je m² und Jahr.

  4. 4

    Warmwasser berücksichtigen

    Wird dein Warmwasser mit Durchlauferhitzer oder Boiler gemacht und ist deshalb nicht in den Heizkosten enthalten, addiere 24 kWh oder 2,60 € je m² (Wärmepumpe: 9,6 kWh oder 2,50 €).

  5. 5

    In der Tabelle nachsehen

    Größenklasse des Gebäudes und Energieträger wählen und ablesen, in welcher Spalte Verbrauch und Kosten liegen.

Rechenbeispiel: Mehrfamilienhaus mit Erdgas

Ein Haus mit 1.200 m² Wohnfläche, Heizung und Warmwasser mit Erdgas. Laut Abrechnung wurden 130.000 kWh verbraucht, die Heizkosten des Gebäudes betrugen 19.440,00 €. Die Zahlen sind frei gewählt.

Verbrauch je m²130.000 kWh ÷ 1.200 m² = 108 kWh
Kosten je m²19.440,00 € ÷ 1.200 m² = 16,20 €
Einstufung (über 500 m², Erdgas)Verbrauch: mittel · Kosten: mittel

Mit 108 kWh liegt das Haus unter der Grenze von 119 kWh, mit 16,20 € unter 16,50 €. Beides ist „mittel“. Für eine 70-m²-Wohnung in diesem Haus ergäben sich rechnerisch 1.134,00 € im Jahr. Das ist nur ein Durchschnitt: Dein Anteil hängt vom gemessenen Verbrauch und vom Verteilerschlüssel ab und kann deutlich darüber oder darunter liegen.

Was der Heizspiegel nicht kann

co2online schreibt selbst, wofür die Tabelle nicht taugt. Sie ermöglicht es nicht, Energieträger miteinander zu vergleichen oder den Verbrauch einer Wohnung in einem zentral beheizten Gebäude zu bewerten. Und der Heizspiegel eignet sich nicht, um die Angemessenheit der Heizkosten einzelner Wohnungen zu prüfen.

Das hat einen Grund: Wie viel deine Wohnung verbraucht, hängt von ihrer Lage ab. Eine Wohnung unter dem Dach oder über einer Durchfahrt braucht mehr Wärme als eine in der Mitte des Hauses. Dazu kommt der Verteilerschlüssel, der einen Teil der Kosten nach Fläche verteilt. Für deine Wohnung sind deshalb der Vergleich mit dem Vorjahr und der Vergleichswert in der Abrechnung aussagekräftiger.

„über die Vorauszahlungen für Betriebskosten ist jährlich abzurechnen; dabei ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten“
§ 556 Abs. 3 S. 1 BGB

Ein Durchschnitt ist kein Grenzwert. Der Vermieter muss wirtschaftlich handeln (§ 556 Abs. 3 S. 1 BGB), der bloße Hinweis auf einen überregionalen Durchschnitt reicht laut Bundesgerichtshof aber nicht, um eine überhöhte Position zu belegen (Urteil vom 06.07.2011, VIII ZR 340/10). Ein Haus in der Spalte „zu hoch“ ist deshalb ein guter Anlass, nach Liefervertrag, Preis je kWh und Zustand der Anlage zu fragen, aber noch kein Beweis für unwirtschaftliches Handeln.

Heizspiegel und Betriebskostenspiegel

Neben dem Heizspiegel gibt es den Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds. Er misst etwas anderes: die tatsächlich abgerechneten Kosten je m² Wohnfläche und Monat, über alle Energieträger hinweg. Für Heizung und Warmwasser nennt er im Abrechnungsjahr 2024 im Schnitt 1,32 € je m² und Monat. Für 70 m² sind das rund 1.108,80 € im Jahr.

Der Heizspiegel ist genauer, weil er nach Energieträger und Gebäudegröße trennt und den Verbrauch bewertet. Der Betriebskostenspiegel eignet sich, um die Heizkosten neben die übrigen Nebenkosten zu stellen. Beide Werte sind Durchschnitte über viele Häuser.

Typische Fehler beim Vergleichen

  • Wohnungs- statt Gebäudewerte

    Wer seinen eigenen Verbrauch durch seine eigene Fläche teilt, bekommt einen Wert, den die Tabelle nicht bewerten kann.

  • Falsches Jahr

    Der Heizspiegel 2026 gilt für die Abrechnung 2025. Die Abrechnung 2024 gehört zum Heizspiegel 2025.

  • Liter oder Kubikmeter statt kWh

    Ohne Umrechnung landen Öl- und Gaswerte in der falschen Spalte. Faustregel des Heizspiegels: rund 10 kWh je Liter oder Kubikmeter.

  • Kaltwasser mitgerechnet

    Stecken Kaltwasserkosten in den Heizkosten, wirken die Kosten je m² zu hoch. Sie müssen heraus.

  • Energieträger gegeneinander

    Dass Fernwärme mehr kostet als eine Wärmepumpe, ist kein Fehler der Abrechnung, sondern eine Frage der Technik.

Dein Haus liegt im Heizspiegel hoch, aber stimmt deshalb deine Abrechnung nicht?

Ein hoher Wert zeigt nur, dass das Haus viel Energie braucht. Ob dein Anteil richtig verteilt, gemessen und berechnet ist, steht auf einem anderen Blatt: Verteilerschlüssel, Schätzungen, Reparaturen und CO₂-Anteil erkennst du erst in den Details. Genau die prüfen wir.

Dein Haus liegt bei „zu hoch“: was du tun kannst

  1. 1

    Preis je kWh ausrechnen

    Gesamtkosten des Hauses geteilt durch die verbrauchten kWh. Ein sehr hoher Preis spricht für einen teuren Liefervertrag, ein normaler Preis für hohen Verbrauch.

  2. 2

    Vorjahr vergleichen

    Ist der Verbrauch des Hauses gesprungen, kann ein Defekt oder eine falsche Einstellung dahinterstecken. Frag nach Wartungsprotokollen.

  3. 3

    Deine Ablesewerte prüfen

    Stehen bei deinen Geräten geschätzte Werte? Passen deine Einheiten zum Vorjahr und zur monatlichen Verbrauchsinformation?

  4. 4

    Belege einsehen

    Rechnungen und Liefervertrag zeigen, ob der Vermieter wirtschaftlich eingekauft hat (§ 556 Abs. 4 BGB).

  5. 5

    Schriftlich nachfragen und widersprechen

    Konkrete Fragen statt Pauschalkritik. Einwendungen innerhalb von zwölf Monaten nach Zugang der Abrechnung (§ 556 Abs. 3 S. 5 BGB).

Ausblick: Heizkosten 2026

Für das laufende Jahr rechnet co2online mit weiteren Steigerungen, vor allem bei Heizöl (rund +24 %) und Holzpellets (rund +17 %). Bei Erdgas zeichnet sich zunächst eine Entlastung ab: Durch den Wegfall der Gasspeicherumlage könnten die Heizkosten im Jahresdurchschnitt um rund 4 % sinken. Gestiegene Großhandelspreise könnten laut co2online aber Ende 2026 oder 2027 wieder durchschlagen.

Nach Angaben von co2online könnten rund 90 % der Haushalte ihre Heizkosten senken, in einer Wohnung im Schnitt um etwa 465 € im Jahr. Für Mieter sind die Hebel kleiner als für Eigentümer: richtig heizen und lüften, Warmwasser sparen und die monatliche Verbrauchsinformation nutzen, um Ausreißer früh zu sehen.

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Der Heizspiegel sagt dir, ob dein Haus viel Energie braucht. Ob deine Abrechnung richtig ist, sagt er nicht. Dafür müssen Verteilung, Ablesewerte, Schätzungen, Preise und CO₂-Anteil zusammenpassen. Wir prüfen jede Position mit Rechtsgrundlage und sagen dir, was du beanstanden kannst.

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Häufige Fragen zum Heizspiegel 2026

Was kostet Heizen für 70 m² laut Heizspiegel 2026?
Für eine durchschnittliche 70-m²-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus nennt co2online für das Abrechnungsjahr 2025: Erdgas 1.170 €, Heizöl 1.030 €, Fernwärme 1.295 €, Wärmepumpe 715 € und Holzpellets 735 €. Für 2026 erwartet co2online bei Erdgas 1.120 €, bei Heizöl 1.275 €.
Sind 100 € Heizkosten im Monat für 70 m² normal?
Rund 1.200 € im Jahr liegen bei Gas und Fernwärme etwa auf dem Niveau, das co2online für eine durchschnittliche 70-m²-Wohnung nennt. Mit Wärmepumpe wäre es deutlich mehr als der Durchschnitt von 715 €. Ob dein Haus effizient ist, zeigt aber erst der Vergleich des ganzen Gebäudes mit den Werten des Heizspiegels.
Wie benutze ich den Heizspiegel richtig?
Nimm aus deiner Heizkostenabrechnung den Energieverbrauch und die Heizkosten des ganzen Gebäudes und teile beides durch die Wohnfläche des Gebäudes. Such dann in der Tabelle die passende Größenklasse und deinen Energieträger. Hast du einen Durchlauferhitzer oder Boiler, addiere 24 kWh oder 2,60 € je m², bei einer Wärmepumpe 9,6 kWh oder 2,50 €.
Kann ich mit dem Heizspiegel meine eigene Wohnung bewerten?
Nein. co2online weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die Tabelle nicht eignet, den Verbrauch einer Wohnung in einem zentral beheizten Gebäude zu bewerten oder die Angemessenheit der Heizkosten einzelner Wohnungen zu prüfen. Sie bewertet das Gebäude.
Was bedeutet „zu hoch“ im Heizspiegel?
Liegt dein Gebäude in der Spalte „zu hoch“, sind laut co2online 90 % aller Wohngebäude effizienter. „Erhöht“ heißt: Jedes zweite Haus verbraucht weniger. Das ist ein Hinweis auf schlechte Dämmung, alte Technik oder falsche Einstellung, aber noch kein Fehler in deiner Abrechnung.
Muss der Vermieter mich mit anderen Haushalten vergleichen?
Ja, aber nicht über den Heizspiegel. Die Heizkostenverordnung verlangt in der Abrechnung und in der monatlichen Verbrauchsinformation einen Vergleich mit einem normierten oder durch Vergleichstests ermittelten Durchschnittsnutzer (§ 6a Abs. 2 Nr. 3 und Abs. 3 Nr. 4 HeizkostenV).
Kann ich mit dem Heizspiegel zu hohe Heizkosten beim Vermieter beanstanden?
Er ist ein guter Anlass, die Belege anzusehen. Allein reicht er aber nicht: Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der Hinweis auf überregionale Durchschnittswerte nicht genügt, um einen Verstoß gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot zu belegen (Urteil vom 06.07.2011, VIII ZR 340/10). Du brauchst konkrete Anhaltspunkte, etwa einen überhöhten Preis je kWh.
Wo finde ich den Heizspiegel 2026?
Herausgegeben wird er von der gemeinnützigen co2online GmbH zusammen mit dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund. Den Flyer mit allen Vergleichswerten und einen Online-Rechner gibt es auf co2online.de/heizspiegel. Die Werte gelten für das Abrechnungsjahr 2025.

Sind deine Heizkosten zu hoch?

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Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel informiert allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Ob eine Position in deiner Abrechnung tatsächlich unzulässig ist, hängt von Mietvertrag und Einzelfall ab. Bei rechtlichen Fragen hilft dir ein Mieterverein oder ein Fachanwalt für Mietrecht.

Quellen: co2online: Heizspiegel für Deutschland 2026 (Flyer, Stand September 2026) · co2online: Pressemitteilung Heizspiegel 2026 (22.09.2026) · § 6a HeizkostenV · § 556 BGB · DMB: Alle Betriebskostenarten im Überblick (2024); Werte des Heizspiegels wie im Flyer und in der Pressemitteilung von co2online angegeben, abgerufen am 28.10.2026.