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Prüfwissen Nebenkosten

Zahlen und Rechtsstand: Oktober 2026

Nebenkosten pro m²: Was normal ist und ab wann deine Abrechnung auffällt

Wie hoch sind Nebenkosten pro m² normalerweise, und liegt deine Abrechnung darüber? Hier findest du den Durchschnitt, alle Kostenarten, Werte für 83 Städte und einen Rechner. Und du erfährst, wann ein hoher Wert wirklich auf einen Fehler hindeutet.

Phil Holthaus und Johann Slawski, die Gründer von nebify

Von Phil Holthaus & Johann Slawski, Gründer von nebify — Nebenkostenabrechnungen, geprüft von Menschen und Software.

Zuletzt aktualisiert am 28.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Nebenkosten pro m² liegen im Bundesschnitt bei 2,67 € im Monat (Deutscher Mieterbund, Abrechnungsjahr 2024), davon 1,32 € für Heizung und Warmwasser.
  • Ohne Heizung bleiben als grobe Näherung rund 1,35 € pro m². Fallen alle Kostenarten an, nennt der Mieterbund bis zu 3,68 €.
  • Seit 2022 ist der Schnitt um 17 % gestiegen. Zahlen für das Abrechnungsjahr 2025 hat der Mieterbund noch nicht veröffentlicht.
  • Eine Obergrenze gibt es nicht. Ein Wert deutlich über dem Schnitt ist aber ein guter Grund, die Positionen und Belege zu prüfen.
  • Einwände gegen die Abrechnung musst du spätestens zwölf Monate nach Zugang erheben (§ 556 Abs. 3 S. 5 BGB).

Abrechnung schon im Briefkasten? Lade sie im kostenlosen Vorab-Check hoch. Wir sehen uns nicht nur den Durchschnitt an, sondern jede Position, und du weißt in 2 Minuten, ob sich eine Prüfung lohnt.

Inhalt
  1. 1. Kurz beantwortet
  2. 2. Durchschnittliche Nebenkosten pro m² 2024, 2025 und 2026
  3. 3. Warm und kalt: Was in den 2,67 € steckt
  4. 4. Nebenkosten pro qm nach Kostenart
  5. 5. Rechner: Nebenkosten pro m² ausrechnen
  6. 6. Rechenbeispiele für 40 bis 120 m²
  7. 7. Nebenkosten nach Haushaltsgröße und Gebäude
  8. 8. Faustregeln für den schnellen Check
  9. 9. Wie hoch dürfen Nebenkosten pro m² sein?
  10. 10. Nebenkosten pro m² nach Bundesland
  11. 11. Nebenkosten pro m² in 83 Städten
  12. 12. Typische Fehler hinter hohen Nebenkosten
  13. 13. So prüfst du deine Nebenkosten pro m²
  14. 14. Was du tun kannst
  15. 15. Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Die Nebenkosten pro m² liegen in Deutschland im Schnitt bei 2,67 € im Monat, davon 1,32 € für Heizung und Warmwasser. Das ist der aktuelle Wert des Deutschen Mieterbunds für das Abrechnungsjahr 2024. Für eine 70-m²-Wohnung ergibt das rund 187 € im Monat oder 2.243 € im Jahr, zusätzlich zur Kaltmiete. Fallen in einem Haus alle denkbaren Kostenarten an, kann die sogenannte zweite Miete laut Mieterbund bis zu 3,68 € pro m² erreichen.

Der Durchschnitt ist ein Wegweiser, kein Grenzwert. Gebäude, Heizart, Gemeinde und Haushaltsgröße verschieben deine Kosten stark. Wichtiger als die Summe ist deshalb, ob jede einzelne Position stimmt. Wie du das prüfst, steht weiter unten.

Durchschnittliche Nebenkosten pro m² 2024, 2025 und 2026

Der Mieterbund wertet jedes Jahr tausende Abrechnungen aus und rechnet sie auf einen Quadratmeter und einen Monat um. Die aktuelle Ausgabe vom 18. Dezember 2025 beruht auf Daten zu rund 12,4 Millionen Quadratmetern Mietfläche. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Nebenkosten um rund 6,4 %.

Nebenkosten pro m² und Monat im Bundesschnitt
AbrechnungsjahrDurchschnittdavon Heizungalle Kostenarten
20182,17 €––
20222,28 €1,07 €2,87 €
20232,51 €1,26 €3,15 €
20242,67 €1,32 €3,68 €
2025noch nicht veröffentlicht

Quelle: Deutscher Mieterbund, Betriebskostenspiegel für die Abrechnungsjahre 2018 und 2022 bis 2024. „Alle Kostenarten“ ist der Wert, den der Mieterbund nennt, wenn in einem Haus jede denkbare Kostenart anfällt. Für 2019 und 2020 gibt es keinen bundesweiten Spiegel, für 2021 keinen veröffentlichten Gesamtwert.

Nebenkosten pro qm 2025 und 2026: Ein Spiegel kann nur Jahre auswerten, die schon abgerechnet sind. Die Abrechnungen für 2025 kommen bei den meisten Mietern erst im Laufe des Jahres 2026 an, der Durchschnitt dazu folgt danach. Für deine Abrechnung 2025 ist der Wert für 2024 deshalb der beste bundesweite Vergleich. Preissteigerungen seitdem sind darin nicht enthalten.

Für das Heizen gibt es schon Zahlen zu 2025: Der Heizspiegel 2026 von co2online wertet rund 67.000 Heizkostenabrechnungen aus. Im Mehrfamilienhaus mit Gasheizung lagen die Kosten bei 16,50 € pro m² im Jahr, umgerechnet 1,38 € im Monat. Das liegt nah am Heizwert des Mieterbunds für 2024.

Warm und kalt: Was in den 2,67 € steckt

Nebenkosten bestehen aus zwei Blöcken. Die warmen Nebenkosten sind Heizung und Warmwasser. Sie werden nach der Heizkostenverordnung zum großen Teil nach Verbrauch verteilt. Die kalten Nebenkosten sind alles andere: Grundsteuer, Wasser, Müll, Versicherung, Hausmeister, Reinigung und weitere Posten aus § 2 der Betriebskostenverordnung.

2,67 €

alle Nebenkosten pro m² und Monat (Bundesschnitt 2024)

1,32 €

Heizung und Warmwasser, Spanne 0,46 € bis 2,18 €

≈ 1,35 €

kalte Nebenkosten als Näherung (Differenz)

Knapp die Hälfte deiner Nebenkosten ist also Heizung. Darin steckt auch die größte Unsicherheit: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Ende liegt fast das Fünffache. Wie gut das Haus gedämmt ist, womit geheizt wird und wie viel du verbrauchst, macht hier den Unterschied.

Heizt du mit einer eigenen Gasetagenheizung oder einem Durchlauferhitzer, zahlst du Gas oder Strom direkt an den Versorger. Dann vergleichst du deine Abrechnung nur mit den kalten Nebenkosten. Was alles dazugehört und wie sich die Posten seit 2022 entwickelt haben, erklärt der Ratgeber zu den kalten Nebenkosten.

Nebenkosten pro qm nach Kostenart

Für jede Kostenart weist der Mieterbund einen eigenen Durchschnitt aus. Die Werte gelten jeweils für Häuser, in denen die Kostenart anfällt. Deshalb ergibt die Summe der Zeilen mehr als 2,67 €: Ohne Aufzug gibt es keine Aufzugskosten, ohne Garten keine Gartenpflege.

Durchschnitt je Kostenart, Abrechnungsjahr 2024
Kostenartpro m² und Monat70 m² im Jahr
Heizung inkl. Warmwasser1,32 €1.109 €
Wasser inkl. Abwasser0,29 €244 €
Grundsteuer0,18 €151 €
Müllbeseitigung0,16 €134 €
Sach- und Haftpflichtversicherung0,31 €260 €
Hauswart0,37 €311 €
Hauswart (Reinigung/Garten separat)0,21 €176 €
Gebäudereinigung0,21 €176 €
Gartenpflege0,15 €126 €
Aufzug0,20 €168 €
Beleuchtung (Allgemeinstrom)0,06 €50 €
Straßenreinigung / Winterdienst0,04 €34 €
Schornsteinreinigung0,04 €34 €
Antenne / Kabel0,07 €59 €
Sonstige0,07 €59 €

Quelle: Deutscher Mieterbund, „Alle Betriebskostenarten im Überblick“ vom 18.12.2025. Heizung enthält Warmwasser, Wasser enthält Abwasser. Hauswart: 0,37 €, wenn er auch Reinigung, Garten oder Winterdienst übernimmt, sonst 0,21 €. Spalte „70 m² im Jahr“: unsere Umrechnung, Wert × 70 × 12, gerundet.

Kabelgebühren dürfen seit dem 1. Juli 2024 nicht mehr umgelegt werden. Im Wert für 2024 steckt noch das erste Halbjahr. Steht in deiner Abrechnung 2025 noch eine Kabel-TV-Gebühr, ist das ein klarer Prüfpunkt.

Rechner: Nebenkosten pro m² ausrechnen

Trag deine Wohnfläche und die Kosten aus der Abrechnung ein. Der Rechner zeigt dir deinen Wert pro m² und Monat und vergleicht ihn mit dem Bundesschnitt oder dem Wert deiner Stadt. Im Modus „Einzelne Positionen“ siehst du jede Kostenart für sich. Alles läuft in deinem Browser, gespeichert wird nichts.

Was möchtest du vergleichen?

Die Fläche, die in der Abrechnung für deine Wohnung steht.

Weniger Monate, wenn du im Abrechnungsjahr ein- oder ausgezogen bist.

Die Summe aller Kosten, die auf deine Wohnung entfallen („Ihr Anteil“, „Ihre Kosten“) — nicht die Nachzahlung und nicht deine Vorauszahlungen.

Sind Heizung und Warmwasser in dem Betrag enthalten?

Kommt die Heizkostenabrechnung separat, rechne beide Beträge zusammen — oder wähle „ohne“, wenn du zum Beispiel eine eigene Gastherme hast.

Wir nutzen den Wert deiner Stadt oder deines Bundeslandes, sonst den Bundesschnitt.

Gib Wohnfläche und Gesamtbetrag ein, dann siehst du hier deinen Wert pro m² und Monat im Vergleich.

„Deutlich“ heißt bei uns: mehr als 20 % über oder unter dem Vergleichswert. Das ist eine Orientierung, keine rechtliche Grenze. Der Betriebskostenspiegel ersetzt keine Prüfung der Abrechnung im Einzelfall. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser und werden nicht gespeichert oder übertragen.

Die Einstufung „deutlich darüber“ ab 20 % Abweichung ist eine Orientierung von nebify, keine rechtliche Grenze.

Rechenbeispiele: Nebenkosten für 40 bis 120 m²

So viel kosten Wohnungen verschiedener Größe, wenn ihre Nebenkosten genau dem Bundesschnitt entsprechen. Die letzte Spalte zeigt den Wert, den der Mieterbund nennt, wenn alle Kostenarten anfallen, etwa in einem großen Haus mit Aufzug, Hausmeister und Garten.

Nebenkosten nach Wohnungsgröße (Bundesschnitt 2024)
Wohnungim Monatim Jahrdavon Heizung/Monatalle Kostenarten/Monat
40 m²107 €1.282 €53 €147 €
50 m²134 €1.602 €66 €184 €
60 m²160 €1.922 €79 €221 €
70 m²187 €2.243 €92 €258 €
80 m²214 €2.563 €106 €294 €
90 m²240 €2.884 €119 €331 €
100 m²267 €3.204 €132 €368 €
120 m²320 €3.845 €158 €442 €

So haben wir gerechnet: Wert pro m² und Monat × Wohnfläche (× 12 für das Jahr), gerundet. Quelle der Werte: Deutscher Mieterbund, Abrechnungsjahr 2024. Zum Vergleich nennt der Mieterbund selbst für 80 m² mit allen Kostenarten 3.532,80 € im Jahr, 508,80 € mehr als im Vorjahr.

Ein Rechenbeispiel mit frei gewählten Zahlen: Deine Abrechnung weist für 65 m² Gesamtkosten von 2.300 € aus. Das sind 2.300 ÷ 65 ÷ 12 = 2,95 € pro m² und Monat, also etwa 10 % über dem Bundesschnitt. Das ist kein Beweis für einen Fehler. Es lohnt sich aber, Heizung, Hausmeister und Versicherung mit den Werten oben und mit deinem Vorjahr zu vergleichen.

Nebenkosten nach Haushaltsgröße und Gebäude

Der Durchschnitt pro m² sagt nichts darüber, wie viele Menschen in einer Wohnung leben. Für Wasser, Warmwasser und oft auch Müll macht das aber einen großen Unterschied. Die Tabelle zeigt, wie groß Mietwohnungen nach Haushaltsgröße im Schnitt sind, und was dort beim Bundesschnitt monatlich an Nebenkosten anfällt.

Durchschnittliche Mietwohnung nach Haushaltsgröße
HaushaltØ WohnflächeNebenkosten/Monat
1 Person62,2 m²166 €
2 Personen81,1 m²217 €
3 Personen90,4 m²241 €
4 und mehr Personen100,9 m²269 €

Wohnfläche: Statistisches Bundesamt, Mikrozensus 2022, Mieterhaushalte. Nebenkosten: unsere Umrechnung mit dem Bundesschnitt von 2,67 € pro m² und Monat.

Rund die Hälfte aller Mieterhaushalte sind Einpersonenhaushalte: 11,5 Millionen von 22,6 Millionen. Wie sich die Kosten für eine, zwei oder mehr Personen zusammensetzen und welche Posten an der Personenzahl hängen, erklären eigene Ratgeber.

Auch das Baujahr spielt eine große Rolle, vor allem bei der Heizung. Laut Heizspiegel 2026 kostete das Heizen mit Gas in einer 70-m²-Wohnung in einem Haus von vor 1977 im Schnitt 1.255 € im Jahr, in einem Haus ab 2002 755 €. Der Energieträger verschiebt die Kosten zusätzlich:

Heizkosten im Mehrfamilienhaus nach Energieträger, 2025
Heizungpro m² und Jahrpro m² und Monat
Erdgas16,50 €1,38 €
Heizöl14,70 €1,22 €
Fernwärme18,50 €1,54 €
Wärmepumpe10,20 €0,85 €
Holzpellets10,00 €0,83 €

Quelle: co2online, Heizspiegel für Deutschland 2026, Abrechnungsjahr 2025, Durchschnitt im Mehrfamilienhaus inklusive Warmwasser. Monatswert: unsere Umrechnung (÷ 12). Der Heizspiegel eignet sich laut Herausgeber nicht, um die Angemessenheit der Heizkosten einzelner Wohnungen zu prüfen.

Faustregeln für den schnellen Check

Mit diesen Regeln ordnest du deine Abrechnung in wenigen Minuten ein. Sie ersetzen keine Prüfung, zeigen dir aber, wo du genauer hinsehen solltest.

  • Pro 10 m² rund 27 € im Monat

    Beim Bundesschnitt kostet jeder Quadratmeter 2,67 € im Monat. 10 m² mehr Wohnfläche bedeuten also rund 27 € mehr Nebenkosten im Monat.

  • Knapp die Hälfte ist Heizung

    1,32 € von 2,67 € entfallen auf Heizung und Warmwasser. Ist deine Heizkostenabrechnung allein schon höher als der Gesamtschnitt, liegt der Hebel meist dort.

  • Ohne Heizung rund 1,35 €

    Kalte Nebenkosten liegen als Näherung bei 1,35 € pro m². Mit Aufzug und Hausmeister darf es mehr sein, in einem kleinen Haus ohne Service eher weniger.

  • Über 3,68 € wird es eng

    3,68 € nennt der Mieterbund, wenn alle Kostenarten zusammenkommen. Liegst du darüber, lohnt sich der Blick in die Belege besonders.

  • Nie die Nachzahlung vergleichen

    Die Nachzahlung zeigt nur, wie gut deine Vorauszahlungen gepasst haben. Für den Vergleich zählt die Summe deines Kostenanteils.

  • Das Vorjahr ist der beste Maßstab

    Springt eine Position ohne erkennbaren Grund nach oben, ist das aussagekräftiger als jeder Durchschnitt. Oft steckt eine Reparatur oder eine neue Rechnung dahinter.

Wie hoch dürfen Nebenkosten pro m² sein?

Eine gesetzliche Obergrenze für Nebenkosten gibt es nicht, weder pro m² noch als Anteil an der Miete. Abgerechnet werden die Kosten, die tatsächlich entstanden sind. Begrenzt wird die Abrechnung durch andere Regeln. Die wichtigste steht in § 556 BGB:

„Über die Vorauszahlungen für Betriebskosten ist jährlich abzurechnen; dabei ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten.“
§ 556 Abs. 3 S. 1 BGB

Der Vermieter darf also keine überteuerten Verträge abschließen und die Kosten einfach weiterreichen. Er darf außerdem nur Kosten umlegen, die im Mietvertrag vereinbart und nach der Betriebskostenverordnung umlagefähig sind. Verwaltung und Reparaturen gehören nie dazu (§ 1 Abs. 2 BetrKV).

Der Mieterbund sagt selbst, dass sich mit seinen Durchschnittswerten keine verbindliche Überprüfung durchführen lässt. Abweichungen nach oben seien aber ein Anlass, einzelne Positionen genauer anzusehen, vor allem wenn sie deutlich über dem Schnitt liegen. Genau so solltest du den Vergleich nutzen.

Was „deutlich“ heißt, hängt von der Position ab. Bei der Heizung ist die Spanne groß, bei Grundsteuer, Müll oder Versicherung kleiner. Unser Rechner markiert Abweichungen ab 20 % als deutlich. Das ist eine Orientierung, keine rechtliche Grenze.

Ein Durchschnitt ist kein Grenzwert. Der Vermieter muss wirtschaftlich handeln (§ 556 Abs. 3 S. 1 BGB), der bloße Hinweis auf einen überregionalen Durchschnitt reicht laut Bundesgerichtshof aber nicht, um eine überhöhte Position zu belegen (Urteil vom 06.07.2011, VIII ZR 340/10). Liegst du deutlich über dem Durchschnitt, ist das ein guter Grund, die Belege anzusehen und mit dem Vorjahr zu vergleichen.

Nebenkosten pro m² nach Bundesland

Einige Landesverbände des Mieterbunds veröffentlichen eigene Auswertungen. Sie stammen teils aus älteren Jahren und sind nur eingeschränkt mit dem Bundeswert vergleichbar. Für die übrigen Länder gilt der Bundesschnitt.

Landeswerte des Mieterbunds
BundeslandDatenØ gesamtHeizung
Baden-Württemberg2021nicht genannt0,91 €
Bayern20242,78 €1,33 €
Hessen20192,80 €1,19 €
Niedersachsen20222,03 €1,05 €
Nordrhein-Westfalen2024nicht genannt1,32 €
Sachsen20222,60 €1,26 €
Deutschland20242,67 €1,32 €

Quelle: Landesverbände des Deutschen Mieterbunds, jeweils pro m² und Monat. „Nicht genannt“: Der Verband veröffentlicht nur Werte je Kostenart, keinen Gesamtschnitt. Werte aus 2019 bis 2022 stammen aus der Zeit vor oder während der Energiepreiskrise und liegen bei der Heizung deshalb niedriger.

Nebenkosten pro m² in 83 Städten

Einen eigenen Durchschnitt haben nur 3 der 83 Städte. Für die meisten gilt der Landeswert, für 26 Städte gibt es keinen aktuellen regionalen Wert, dort steht der Bundesschnitt. Ein Klick auf die Stadt führt zur Stadtseite mit Grundsteuer-Hebesatz, Müllgebühr, Wasserpreis und allen Quellen.

Durchschnittliche Nebenkosten pro m² und Monat
StadtØ pro m²Wert gilt für
Aachen2,71 €Land, 2024
Augsburg2,78 €Land, 2024
Bergisch Gladbach2,71 €Land, 2024
Berlin2,79 €Stadt, 2022
Bielefeld2,71 €Land, 2024
Bochum2,71 €Land, 2024
Bonn2,71 €Land, 2024
Bottrop2,71 €Land, 2024
Braunschweig2,03 €Land, 2022
Bremen2,67 €Bund, 2024
Bremerhaven2,67 €Bund, 2024
Chemnitz2,60 €Land, 2022
Cottbus2,67 €Bund, 2024
Darmstadt2,80 €Land, 2019/20
Dortmund2,71 €Land, 2024
Dresden2,83 €Stadt, 2022
Duisburg2,71 €Land, 2024
Düsseldorf2,71 €Land, 2024
Erfurt2,67 €Bund, 2024
Erlangen2,78 €Land, 2024
Essen2,71 €Land, 2024
Frankfurt am Main2,80 €Land, 2019/20
Freiburg2,67 €Bund, 2024
Fürth2,78 €Land, 2024
Gelsenkirchen2,71 €Land, 2024
Göttingen2,03 €Land, 2022
Gütersloh2,71 €Land, 2024
Hagen2,71 €Land, 2024
Halle (Saale)2,67 €Bund, 2024
Hamburg2,67 €Bund, 2024
Hamm2,71 €Land, 2024
Hannover2,03 €Land, 2022
Heidelberg2,67 €Bund, 2024
Heilbronn2,67 €Bund, 2024
Herne2,71 €Land, 2024
Hildesheim2,03 €Land, 2022
Ingolstadt2,78 €Land, 2024
Jena2,67 €Bund, 2024
Kaiserslautern2,67 €Bund, 2024
Karlsruhe2,67 €Bund, 2024
Kassel2,80 €Land, 2019/20
Kiel2,67 €Bund, 2024
Koblenz2,67 €Bund, 2024
Köln2,71 €Land, 2024
Krefeld2,71 €Land, 2024
Leipzig2,87 €Stadt, 2023
Leverkusen2,71 €Land, 2024
Lübeck2,27 €Land, 2017 (Land Schleswig-Holstein)
Ludwigshafen am Rhein2,67 €Bund, 2024
Magdeburg2,67 €Bund, 2024
Mainz2,67 €Bund, 2024
Mannheim2,67 €Bund, 2024
Moers2,71 €Land, 2024
Mönchengladbach2,71 €Land, 2024
Mülheim an der Ruhr2,71 €Land, 2024
München2,78 €Land, 2024
Münster2,71 €Land, 2024
Neuss2,71 €Land, 2024
Nürnberg2,78 €Land, 2024
Oberhausen2,71 €Land, 2024
Offenbach am Main2,80 €Land, 2019/20
Oldenburg2,03 €Land, 2022
Osnabrück2,03 €Land, 2022
Paderborn2,71 €Land, 2024
Pforzheim2,67 €Bund, 2024
Potsdam2,51 €Land, ca. 2019 (Land Brandenburg)
Recklinghausen2,71 €Land, 2024
Regensburg2,78 €Land, 2024
Remscheid2,71 €Land, 2024
Reutlingen2,67 €Bund, 2024
Rostock2,67 €Bund, 2024
Saarbrücken2,67 €Bund, 2024
Salzgitter2,03 €Land, 2022
Schwerin2,67 €Bund, 2024
Siegen2,71 €Land, 2024
Solingen2,71 €Land, 2024
Stuttgart2,67 €Bund, 2024
Trier2,67 €Bund, 2024
Ulm2,67 €Bund, 2024
Wiesbaden2,80 €Land, 2019/20
Wolfsburg2,03 €Land, 2022
Wuppertal2,71 €Land, 2024
Würzburg2,78 €Land, 2024

„Stadt“ = eigener Wert der Stadt, „Land“ = Wert des Bundeslands, „Bund“ = Bundesschnitt des Mieterbunds. Alle Werte enthalten Heizung und Warmwasser. Sie stammen aus unterschiedlichen Jahren und Erhebungen; die genaue Quelle steht auf der jeweiligen Stadtseite und auf unserer Seite zum Betriebskostenspiegel.

Typische Fehler hinter hohen Nebenkosten

Hohe Nebenkosten pro m² haben oft einen harmlosen Grund. In Prüfungen sehen wir aber häufig, dass ein Teil davon gar nicht in die Abrechnung gehört. Diese Fehler sind besonders häufig:

  • Falsche Wohnfläche

    In der Abrechnung steht eine größere Fläche als im Mietvertrag, oder die Gesamtfläche des Hauses ist zu klein angesetzt. Beides erhöht deinen Anteil bei jeder Position, die nach Fläche verteilt wird.

  • Falscher Verteilerschlüssel

    Der Mietvertrag sieht Fläche vor, abgerechnet wird nach Personen oder Einheiten, oder umgekehrt. Ohne Vereinbarung gilt die Wohnfläche (§ 556a Abs. 1 BGB).

  • Nicht umlagefähige Kosten

    Verwaltergebühren, Kontoführung, Reparaturen oder neue Geräte stecken in Positionen wie Hausmeister, Wartung oder Sonstiges.

  • Leerstand auf Mieter verteilt

    Die Kosten leerstehender Wohnungen trägt der Vermieter. Werden sie auf die bewohnten Wohnungen umgelegt, steigt dein Anteil.

  • Heizkosten nicht nach Verbrauch

    Mindestens 50 und höchstens 70 % der Heizkosten müssen nach Verbrauch verteilt werden (§ 7 Abs. 1 HeizkostenV). Sonst darfst du deinen Anteil um 15 % kürzen (§ 12 Abs. 1 HeizkostenV).

  • Falscher Zeitraum

    Bist du im Lauf des Jahres eingezogen, dürfen dir nur die Monate berechnet werden, in denen du dort gewohnt hast.

Liegt deine Abrechnung über dem Schnitt, und du weißt nicht, warum?

Ob ein hoher Wert am Haus liegt oder an einem Fehler, zeigt die Summe nicht. Dafür muss man Mietvertrag, Verteilerschlüssel und Rechnungen nebeneinanderlegen. Genau das machen wir jeden Tag.

So prüfst du deine Nebenkosten pro m²

  1. 1

    Gesamtkosten finden

    Such in der Abrechnung die Summe deines Anteils, oft „Ihre Kosten“ oder „Ihr Anteil“. Kommt die Heizkostenabrechnung separat, rechne beide zusammen.

  2. 2

    Auf m² und Monat umrechnen

    Summe ÷ Wohnfläche ÷ Monate im Abrechnungszeitraum. Oder nutze den Rechner auf dieser Seite.

  3. 3

    Mit dem passenden Wert vergleichen

    Mit Heizung: 2,67 €. Ohne Heizung: rund 1,35 €. Gibt es einen Wert für deine Stadt oder dein Land, nimm ihn dazu.

  4. 4

    Positionen einzeln ansehen

    Vergleiche jede Kostenart mit der Tabelle oben. Eine Summe im Rahmen kann eine einzelne Position verdecken, die weit über dem Schnitt liegt.

  5. 5

    Vorjahr danebenlegen

    Was hat sich verändert? Ein Sprung ohne Erklärung ist ein guter Grund, die Rechnung dazu anzufordern.

  6. 6

    Fläche und Schlüssel prüfen

    Stimmen deine Wohnfläche, die Gesamtfläche und der Verteilerschlüssel mit dem Mietvertrag überein?

Was du tun kannst

Du hast zwei starke Rechte: Du darfst die Belege sehen, und du darfst Einwände erheben. Für beides gilt eine Frist, die du kennen musst:

„Einwendungen gegen die Abrechnung hat der Mieter dem Vermieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Zugang der Abrechnung mitzuteilen.“
§ 556 Abs. 3 S. 5 BGB

Belegeinsicht verlangen. Der Vermieter muss dir auf Verlangen Einsicht in die Rechnungen und Verträge geben, die der Abrechnung zugrunde liegen (§ 556 Abs. 4 BGB). Fordere gezielt die Belege zu den auffälligen Positionen an.

Schriftlich widersprechen. Nenne die Positionen, die du nicht akzeptierst, und den Grund. Den unstreitigen Teil kannst du zahlen. Nach Ablauf der zwölf Monate sind Einwände grundsätzlich ausgeschlossen.

Vorauszahlung anpassen. Passen deine Vorauszahlungen nicht zu den tatsächlichen Kosten, können beide Seiten sie nach einer Abrechnung in Textform auf eine angemessene Höhe anpassen (§ 560 Abs. 4 BGB).

Prüfung durch nebify

Lass deine Abrechnung prüfen, bevor du zahlst

Der Vergleich mit 2,67 € pro m² zeigt dir, ob deine Abrechnung auffällt, aber nicht, warum. Ob die Wohnfläche stimmt, der Verteilerschlüssel zum Mietvertrag passt und in den Positionen Reparaturen oder Verwaltung stecken, sieht man erst mit den Unterlagen. Wir prüfen jede Position und sagen dir klar, ob sich ein Widerspruch lohnt.

  • Vorab-Checkkostenlos

    Abrechnung hochladen und in 2 Minuten sehen, ob sich eine Prüfung lohnt.

  • Prüfbericht24,90 €

    Jede Position mit Rechtsgrundlage geprüft, dazu ein fertiges Widerspruchsschreiben an deinen Vermieter.

  • Pro Service44,90 €

    Prüfbericht plus persönliche Begleitung bei der Klärung mit deinem Vermieter (8 Wochen).

  • Prüfbericht in 48 Stunden, sobald alle Unterlagen da sind
  • Geprüft von Menschen und Software
  • Geld-zurück-Garantie, einmalig pro Abrechnung, kein Abo

Häufige Fragen zu Nebenkosten pro m²

Wie hoch sind die Nebenkosten pro m² im Durchschnitt?
Im Abrechnungsjahr 2024 zahlten Mieter in Deutschland im Schnitt 2,67 € pro m² und Monat an Nebenkosten, so der Deutsche Mieterbund. 1,32 € davon entfielen auf Heizung und Warmwasser. Für eine 70-m²-Wohnung sind das rund 187 € im Monat oder 2.243 € im Jahr.
Wie hoch sind die durchschnittlichen Nebenkosten pro qm 2025 und 2026?
Für das Abrechnungsjahr 2025 hat der Mieterbund bis Ende Oktober 2026 noch keinen Durchschnitt veröffentlicht. Die Werte zu 2023 und 2024 erschienen jeweils im Dezember des Folgejahres. Aktuell ist deshalb der Wert für 2024: 2,67 €. Für 2025 gibt es bisher nur Zahlen zum Heizen: Laut Heizspiegel 2026 kostete Heizen mit Gas im Mehrfamilienhaus 16,50 € pro m² im Jahr. Für 2026 gibt es naturgemäß noch keine abgerechneten Werte.
Sind 3 € Nebenkosten pro m² zu viel?
Nicht automatisch. 3 € liegen rund 12 % über dem Bundesschnitt von 2,67 €. Allein Heizung und Warmwasser schwanken laut Mieterbund zwischen 0,46 € und 2,18 € pro m². Ein Haus mit Aufzug, Hausmeister und Gartenpflege liegt fast immer über dem Schnitt. Sieh dir deshalb die einzelnen Positionen an und vergleiche sie mit dem Vorjahr.
Wie hoch sind die Nebenkosten ohne Heizung pro m²?
Einen eigenen Wert für die kalten Nebenkosten nennt der Mieterbund nicht. Als Näherung kannst du den Heizanteil vom Gesamtschnitt abziehen: 2,67 € minus 1,32 € ergibt rund 1,35 € pro m² und Monat. Weil beide Werte Durchschnitte über unterschiedliche Häuser sind, ist das nur ein Richtwert.
Wie berechne ich meine Nebenkosten pro m²?
Nimm die Summe aller Kosten, die laut Abrechnung auf deine Wohnung entfallen. Teile sie durch deine Wohnfläche und durch die Zahl der Monate im Abrechnungszeitraum. Beispiel: 1.900 € für 60 m² über 12 Monate ergeben 1.900 ÷ 60 ÷ 12 = 2,64 € pro m² und Monat. Rechne nicht mit der Nachzahlung, denn sie ist nur die Differenz zu deinen Vorauszahlungen.
Wie hoch sind die Nebenkosten für eine 70-m²-Wohnung?
Beim Bundesschnitt von 2,67 € sind es rund 187 € im Monat, davon etwa 92 € für Heizung und Warmwasser. Fallen in deinem Haus alle Kostenarten an, nennt der Mieterbund bis zu 3,68 € pro m², also rund 258 € im Monat.
Wie hoch dürfen Nebenkosten maximal sein?
Eine Obergrenze gibt es nicht, weder pro m² noch als Anteil an der Miete. Der Vermieter darf aber nur vereinbarte, umlagefähige Kosten abrechnen und muss wirtschaftlich handeln (§ 556 Abs. 3 S. 1 BGB). Liegst du deutlich über dem Schnitt, ist das ein guter Grund, die Belege anzusehen. Beweisen musst du einen Verstoß im Streitfall mit konkreten Tatsachen, der Durchschnitt allein reicht dafür nicht (BGH, VIII ZR 340/10).
Warum sind meine Nebenkosten höher als der Durchschnitt?
Häufige Gründe sind ein schlecht gedämmtes Haus oder teure Fernwärme, ein Aufzug, ein Hausmeister, hohe Gebühren in deiner Gemeinde oder viele Personen im Haushalt. Es kann aber auch an Fehlern liegen: eine zu große Wohnfläche, ein falscher Verteilerschlüssel oder Kosten, die gar nicht umlagefähig sind, etwa Reparaturen oder Verwaltung.
Wie hoch sollte meine Nebenkostenvorauszahlung pro m² sein?
Einen festen Satz gibt es nicht. Vorauszahlungen dürfen nur in angemessener Höhe vereinbart werden (§ 556 Abs. 2 S. 2 BGB). Gute Orientierung sind deine tatsächlichen Kosten aus der letzten Abrechnung geteilt durch zwölf. Nach einer Abrechnung können Mieter und Vermieter die Vorauszahlung in Textform auf eine angemessene Höhe anpassen (§ 560 Abs. 4 BGB).
Gibt es Durchschnittswerte für meine Stadt?
Nur für wenige Städte gibt es einen eigenen Wert, etwa für Berlin, Leipzig und Dresden. Für viele andere Städte gibt es einen Landeswert der Mieterbund-Landesverbände. In unserer Tabelle mit 83 Städten steht bei jedem Wert, ob er für die Stadt, das Land oder den Bund gilt und aus welchem Jahr er stammt.

Liegen deine Nebenkosten pro m² über dem Schnitt?

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Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel informiert allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Ob eine Position in deiner Abrechnung tatsächlich unzulässig ist, hängt von Mietvertrag und Einzelfall ab. Bei rechtlichen Fragen hilft dir ein Mieterverein oder ein Fachanwalt für Mietrecht.